Ruhe und Natur – Camping auf der Insel Rügen | RÜGEN

Als wir durch die Schranke fahren, rumpelt das Auto den bekannten Weg hinter zum Campingplatz. Ich erinnere mich genau. Erst der Platz für die Wohnmobile, dann die Wohnwagen, dann die Zelte. Seit so vielen Jahren war ich nicht mehr hier und obwohl ich mich verändert habe, ist hier alles so geblieben, wie es einmal war. Über allem liegt diese entspannte Ruhe. Die Geräusche der Stadt haben hier keine Daseinsberechtigung. Stattdessen werden unsere Ohren mit dem Rauschen der Wellen verwöhnt. Was für ein friedlicher Ort. Vielleicht hab ich mich weniger verändert als ich dachte.

Wer hätte gedacht, dass ein halbes Jahr Berlin ausreichen würde, um dafür zu sorgen, dass ich mich von ganzem Herzen nach der Natur sehne. Nach Ruhe. Nach Frieden. Und einfach danach dem ganzen Trubel zu entgehen. Die Hektik, das ständige Gedränge und die vielen, vielen Menschen mit ihrer Individualität schlagen irgendwann auf’s Gemüt.

Natur und Ruhe. Diese ganz natürliche Ruhe.

An einem langen Wochenende im Juni nutzten wir die Gelegenheit um einmal rauszukommen. Wie sonst auch, durchforstete ich erst einmal alle möglichen Airbnb-Angebote. Ich hatte viel zu lange kein Meer mehr gesehen. Wo es hingehen sollte, war also schon klar. Dann dachte ich an all die Urlaube zurück, die ich mit meinen Großeltern auf allen möglichen Campingplätzen an der Ostsee verbracht hatte. Oma? Opa? Ihr könnt euch wahrscheinlich noch besser daran erinnern, wie viele Jahre wir gemeinsam mit Wohnwagen und Zelten losgezogen sind. Warum also nicht mal wieder alte Zeiten aufleben lassen? Also buchten wir uns einen Zeltplatz für drei Nächte, sackten Zelt, Schlafsäcke und (fast) alles, was man sonst so braucht, ein und machten uns auf den Weg zum Meer. Endlich wieder.

 

Strand auf Rügen beim Camping

 

Irgendwie war es ein verrücktes Gefühl, jetzt, Jahre später wieder genau da zu stehen, wo ich vor etlichen Jahren stand. Genau dieselbe Düne zum Wasser runterzuschlendern. Genau bei derselben kleinen Backstube Brötchen zu kaufen. Denselben Weg entlangzulaufen, den wir so oft mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. Durch den Gespensterwald. Zum Kap Arkona. Alles fühlte sich vertraut an und doch nahm ich es jetzt ganz anders wahr. Es war beinahe als würdigte ich nun alles um ein Vielfaches mehr.

Einige Dinge über Camping, die nicht zu unterschätzen sind

Ein Campingtrip ist kein All inclusive-Urlaub – ein Glück! Er bedarf also einiger Vorbereitung um die Zeit in der Natur wirklich genießen zu können. Und obwohl ich meine komplette Kindheit jedes Jahr wieder mit meinen Großeltern im Campingurlaub war, ist es doch nochmal etwas ganz anderes, wenn man selbst an all die kleinen und großen Helferlein denken muss. Deswegen möchte ich an dieser Stelle die Dinge zusammenfassen, die dann doch den Unterschied zwischen einem gelungenen Campingausflug und dem reinsten Chaos ausmachen. Ein paar richte ich an mein zukünftiges Ich, ein paar an euch, nur für den Fall.

  1. Wenn das ganze Wochenende 17 °C angesagt sind, reicht ein dicker Pullover nicht aus. Außer du möchtest ihn schlichtweg durchgehend tragen. Ja, auch zum Schlafen. 17 Grad sind einfach etwas anderes, wenn man die komplette Zeit draußen verbingt, denn selbst im Zelt ist man ja trotzdem irgendwie draußen.
  2. Es hat seine Vorteile an Geschirr und Besteck zu denken. Und so dekadent es klingt – ein Dosenöffner macht den Unterschied.
  3. Der Platzwart ist der Gebieter über alles und jeden. Hat er einen schlechten Tag, kommst du nicht auf den Campingplatz und musst im Auto schlafen. Bei uns hatte er glücklicherweise einen guten Tag, auch wenn er darüber erst einmal etwas grübeln musste.
  4. Bist du auf dem Campingplatz, gehörst du zur Familie. Zur Campingplatzfamilie. Privatsphäre ist hier fehl am Platz. Dafür kann du aber auch jeden um alles bitten.
  5. Egal, wie sinnlos es zu Beginn erscheint, räume immer alle Tannenzapfen, Steine und Co. unter deinem Zelt weg. Du weißt nie, wie lange deine Luftmatratze hält.

 

Runter zum Strand beim Camping | Rügen Möwe auf dem Wasser Camping | Rügen

Sonnenuntergang beim Camping | Rügen

Kap Arkona beim Camping | Rügen

Weite Felder beim Camping | Rügen Strand im Abendlicht beim Camping | Rügen Steinstrand beim Camping | Rügen

Strand und Düne beim Camping | Rügen Camping und Standkörbe | Rügen

 

Ich hatte wieder einmal die Kamera dabei und habe euch ein paar Impressionen eingefangen. Ein paar Tipps, was es sich anzuschauen lohnt, gibt es oben drauf. Und falls ihr selbst mit dem Gedanken spielt ans Meer zu fahren oder zu campen oder sogar beides, kann ich euch wärmstens den Regenbogen Campingplatz empfehlen. Und nun viel Spaß mit dem kleinen Video. Ich würde mich auf jeden Fall mega über Feedback freuen. 🙂

 

 

Jetzt würde ich aber gern noch von euch wissen, wie ihr zum Camping steht. Liebt ihr es auch draußen in der Natur zu sein oder seid ihr doch eher der All inclusive-Typ?

Zum Schluss bleibt nur noch eins: Danke Oma und Opa, ihr habt mich doch irgendwie zu einer Camperin gemacht. ♥

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The Langham | LONDON

Ich war noch nie in London.

Noch nie!

Bis jetzt.

Nach einem entspannten Flug und einer guten Stunde in Zügen und U-Bahnen steigen wir die Stufen hinauf in die Sonne. Nachdem sich meine Augen an das helle Licht gewöhnt haben, trifft es mich direkt ins Herz. Wir stehen mit unseren Koffern mitten auf der Oxford Street. Ich starre den roten Doppeldeckerbus an, der an der Straßenecke hält und eine Gruppe von Menschen in das rege Treiben entlässt. Die Szene ist wie im Film. Alles hier erinnert mich an einen Film.

Zu schön um wahr zu sein.

Ein paar Stunden haben wir aus dem Londoner Office gearbeitet. Die Stimmung ist gelöst und entspannt. Ich kann es immer noch nicht fassen. Ich bin in London!

Nachdem wir Feierabend gemacht haben, schnappen wir all unser Gepäck und gehen die wenigen Minuten zu unserem Hotel. Ganz untypisch für mich, habe ich mich vorher in keinster Weise informiert. Als wir vor dem Eingang stehen, stockt mir kurz der Atem. Der Concierge öffnet uns die Tür, uns wird Hilfe für unser Gepäck angeboten, auf jedem Gesicht ein freundliches Lächeln. Die untergehende Sonne wirft ihre Strahlen in die marmorne Eingangshalle. Wir bewegen uns komplett perplex zur Rezeption. Ein breites Grinsen hat sich auf mein Gesicht geheftet.

Ich öffne die Tür zu meinem Zimmer. Die parfümierten Schläppchen stehen vor dem riesigen Bett bereit. Angenehmes Licht verströmt eine absolute Wohlfühlatmosphäre. Als ich neugierig in das Bad lunze, bleibt mir der Mund offen stehen. Dicke, weiche Bademäntel. Eine riesige Wanne, selbstverständlich mit Regenwasserdusche.

Nach einer ausgiebigen warmen Dusche liege ich in meinem Kingsize-Bett unter der riesigen weißen Decke und verspeise meinen Obstsalat. Ich kann es immer noch nicht fassen.

Was für ein Glück. Was für ein Luxus.

 

 

THE HOTEL:

The Langham

1c Portland Place

Regent Street

London

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The not so golden city| PRAGUE

Es gibt einige Städte, die möchte ich schon ewig besuchen. Ich spreche nicht von New York oder Sydney, sondern von Orten, die näher sind als so manches Reiseziel, was ich bisher schon besucht habe. Einer dieser Orte war Prag. Gefühlt jeder war schon da. Gefühlt jeder kann mit Geheimtipps aufwarten. Gefühlt jeder hat seinen persönlichen Lieblingsplatz in der Goldenen Stadt. Jeder – abgesehen von mir.

Knapp drei Autostunden entfernt, ist ein Trip nach Prag nicht wirklich als Fernreise zu betrachten, aber perfekt für einen Wochenendausflug. Gesagt, getan. Wir buchten die Unterkunft, ein hübsches, zentralgelegenes AirBnB-Appartment und machten uns auf den Weg.

 

THE PLACE TO BE

Na Zborenci 275

Praha 2

Czech Republic

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Der Moment, wenn…

… man von erhabenen alten Häusern umgeben ist, der klirrenden Kälte trotzt und einen köstlich süßen Glühwein genießt. Durchgefroren stehen wir von Menschen umringt an der kleinen Bude und genießen das Gefühl, wie uns das Getränk von innen wärmt. Trotz der kalten Temperaturen haben wir die Zeit genutzt und uns die Stadt angeschaut: sind über die Karlsbrücke spaziert und durch die Altstadt geschlendert, vorbei an der mit Gold geschmückten Oper. Prag ist voll von Menschen, schnell und umtriebig und doch geruhsam und erwürdig.

 

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Der Moment, wenn…

…sich die Tür zu dem kleinen französischen Café öffnet und der Duft von frisch gebackenen Croissants die Luft erfüllt. Ein tschechischer Gruß im “Petite France”. Verdrehte Welt und doch zum Wohlfühlen. Das frischbelegte Baguette schmeckt köstlich. Der Blick auf die Passanten vor dem großen Fenster amüsiert uns. Genauso standen wir die vergangenen Tage vor der Auslage. Hier lässt es sich aushalten.

 

Der Moment, wenn…

… es eigentlich Zeit ist Abschied zu nehmen, aber der erste Sonnenaufgang dieser Reise die Stadt erstrahlen lässt. Es ist Sonntagmorgen – der Tag unserer Abreise. Wir machen uns auf den Weg durch die Stadt, um zum Auto zu gelangen. Das Wetter ließ uns ziemlich hängen. Kälte, Regen und Wind verwöhnten uns nicht gerade. Aber dann, am letzten Tag, in den letzten paar Stunden, lässt sich die Sonne blicken. Sie taucht alles in ihr warmes Licht und genau jetzt merke ich, warum so viele Menschen von Prag schwärmen. Warum Prag die Goldene Stadt genannt wird. Die bunten Häuser erstrahlen, die goldenen Spitzen der Oper funkeln und die Moldau wirkt mit einem Mal freundlich.

In den letzten Momenten hast du mich doch noch von dir überzeugt, Prag. Vielleicht komme ich schon bald wieder. Vielleicht im Frühling, wenn alles blüht.

 

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High by the beach | CORFU

Es ist 10 Uhr abends. Ich liege mit einem guten Buch im Bett, lediglich bedeckt von einem dünnen Laken. Die Temperaturen sind angenehm kühl nach dem heißen Tag. Ein leichter Windhauch bewegt die Vorhänge. Ich blicke zur geöffneten Balkontür und mich überkommt diese tiefe innere Ruhe, die nach einer Woche Urlaub beinahe unausweichlich ist.

Kein Laut ist zu hören. Kein Laut bis auf das Rauschen der Wellen. Das stetige, beruhigende Rauschen der Wellen.

Dieses Geräusch begleitet jeden einzelnen unserer Tage auf Korfu. Es weckt mich sanft aus dem Schlaf. Ist die lautliche Untermalung für das Frühstück auf unserem Balkon. Es wiegt uns in den wohlverdienten Mittagsschlaf am Strand. Komplettiert die traumhafte Kulisse vor der wir ein Glas Wein in der Dämmerung genießen. Und am Ende des Tages beruhigt es meine Gedanken und lässt mich sanft in meine Träume hinübergleiten.

Ein wahrgewordener Traum. Ein Leben direkt am Strand. Keine hundert Meter zum Meer. Das Rauschen der Wellen.

life is better at the beach corfu_strand-7

 


P.S.: Auch, wenn unser Korfu-Urlaub mittlerweile schon wieder gut einen Monat her ist, möchte ich euch gern noch einige Bilder dieser tollen Reise zeigen. Im Gegensatz zum allgemeinen Herbsttrott, wird es auf Question d’amour also noch ein wenig sommerlich bleiben.

P.P.S.: Ich übe mich übrigens aktuell im Bearbeiten von Bildern. So richtig rangetraut habe ich mich in den meisten Fällen bisher nicht, da mir meine “Künste” im Gegensatz zum Meister Christian Kirschner total mickrig vorkamen. Daran hat sich zwar nichts geändert, aber wie sagt man so schön “Übung macht den Meister” und die Fotos der letztens Posts (hier und hier) finde ich wirklich ziemlich nice. Ich freu mich natürlich immer über euer Feedback! Was sagt ihr? 🙂

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Cressida Seaside Apartments | CORFU

Halb drei klingelt unser Wecker. Die letzten Dinge werden in den Koffer gepackt. Abgesehen von meinen Büchern, die kurzerhand umgepackt werden müssen, verläuft am Flughafen alles reibungslos. Kaum nehmen wir unsere Sitze ein, startet das Flugzeug und wir befinden uns über den Wolken. Für einige Momente fühlt es sich an als würde die Zeit stillstehen. Alles wirkt so klein und unbedeutend. Der erste Tag unserer Urlaubs beginnt mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang – über den Wolken.

Keine drei Stunden später sitzen wir in dem kleinen weißen Flitzer, der uns die kommende Woche zur Mobilität verhelfen soll. Ich drücke mir die Nase beinahe an der Scheibe platt und kann den ein oder anderen Freudenquieker nicht unterdrücken. Alles ist so unglaublich hübsch! Die Stadt, die Landschaft, die kleinen Dörfer und Straßen. Gegen Mittag kommen wir in Acharavi an. Um genau zu sein, landen wir durch Zufall direkt am Strand. Wie lässt die Zeit auch besser vertreiben als mit einer Runde Schwimmen? Das klare Wasser kühlt unsere Körper, frische Nektarinen und das erste Pitabrot dieses Urlaubs füllen uns die Mägen.

Mittlerweile ist es halb 3. Wir halten den Schlüssel zu unserem Appartement in Händen und können es nicht erwarten es endlich zu sehen. Als die Tür sich öffnet, entfährt mir wieder eines dieser Quiekgeräusche. OH MEIN GOTT – wie schön geht es bitte? Die Einrichtung ist perfekt. Der Style ist grandios. Und der Balkon? Er wird uns als Tribüne für die schönsten Sonnenuntergänge direkt am Meer dienen.

Nun – genug geredet. Schaut es euch selbst an:

 

 

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THE PLACE TO BE

Cressida Seaside Apartments

Acharavi 491 000

Corfu

via airbnb

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Pantokrator | CORFU

THE LOOK:

Top – Zara

BH – H&M

Shorts – Pull and Bear

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MEISSEN: So viel Süßheit in einer Stadt

Noch nie habe ich in einer deutschen Stadt so oft verzückte “Ist das süß”-Schreie ausgestoßen. Mein Daddy entschloss sich seinen Geburtstag dieses Jahr etwas anders zu feiern. Nicht die übliche Party, sondern ein Ausflug ganz in Familie. Das Ziel? Meißen!

Abgesehen vom Porzellan und den Weinbergen hatte ich, ehrlich gesagt, keine Ahnung, was uns erwartet. Ich will gar keine großen Reden schwingen, sondern an dieser Stelle die rund tausend Millionen Bilder sprechen lassen, die ich an dem Tag gemacht habe. Wer hätte gedacht, dass es so nah bei uns so schön sein kann.

 

 

Das kulinarische Highlight in Meißen sind die Meißner Fummeln. Wer jetzt nur “blah blah blah… Fummeln…” gelesen hat, den muss ich wohl enttäuschen. Es geht nur um’s Essen. Eigentlich sind die mit Luft gefüllten Gebäcke super unspektakulär – geschmacklich unterscheiden sie sich kaum von einer Reiswaffel. Also viel heiße Luft, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber so ist das eben manchmal mit den Traditionen.

Wesentlich schmackhafter und reichhaltiger geht es in der Gaststätte “Vincenz Richter” zu. Dort werden tatsächlich alle Gerichte aus frischen Zutaten hergestellt und das schmeckt man. Neben Braten und Co., findet man dort auch leichtere Gerichte und sogar vegane und vegetarische Speisen. Auch nicht selbstverständlich in eine Traditionsgaststätte. 

Nach dem Essen ging unser Trip weiter zum Schloss Wackerbarth. Wer hätte gedacht, dass es noch schöner werden kann. Das kleine Schloss kuschelt sich wohlig in die Weinberge. Hübsch zurechtgemachte Menschen sitzen bei Kuchen und Wein auf den Terrassen. Leichte Jazzmusik untermalt die Szenerie. Heiraten lässt es sich hier bestimmt auch gut. 😀

Ich muss dazu sagen: wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter. Strahlender Sonnenschein und T-Shirt-Wetter –  Anfang Oktober!

Ein Ausflug nach Meißen lohnt sich definitiv. Manchmal muss es eben gar nicht London oder Paris sein. (Wobei ich dagegen jetzt auch nichts einzuwenden hätte. :D)

 

Habt ihr denn auch Orte in eurer Umgebung, die einen Besuch lohnen? Lasst mir doch gern einen Kommentar da. 🙂

 

Ich freu mich auf eure Tipps!

 

Anna

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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BERLIN: Ich gebe dir eine Chance

Berlin, ich gebe zu, du hast mich bisher überfordert. Ja, regelrecht überrumpelt. Du erscheinst mir so unglaublich riesig. Unzählige Menschen auf einem Fleck. Ständiges Gedränge und dennoch fühlt man sich verloren, ist auf sich allein gestellt. Du bist vielseitig, angesagt, modisch und alternativ. Ich fühlte mich immer ein bisschen zu normal für Berlin.

Und dann kam dieses eine Wochenende. Ich war, sagen wir mal “geschäftlich”, in der Landeshauptstadt. Meine Erwartungen gingen gegen Null. Und ganz plötzlich traf mich Amors Pfeil. Meine Augen wurden immer größer: das soll Berlin sein? Das unpersönliche, riesige Berlin? Ich fühlte mich mit einem Mal überhaupt nicht mehr fehl am Platz, sondern regelrecht zuhause. Charlottenburg brach das Eis zwischen der Großstadt und mir.

Als ich mich dann in das große Bett kuschelte und an die stuckbesetzte Decke unseres Zimmers starrte, war es um mich geschehen. Die Pension traf punktgenau meinen Geschmack. Von Außen ein graues Mäuschen, Innen dafür wie ein Palast. Wir flannierten regelrecht durch die langen Gänge. Ein Altbau, der an Charme kaum zu überbieten ist, riesige Zimmer und meterhohe Decken.

Der Schritt vor die Tür war nicht weniger bezaubernd. Bars, Boutiquen, Restaurants und Geschäfte für jede nur erdenkliche Ware säumten die Straßen. An jeder Ecke gab es etwas zu sehen und was ich noch weniger glauben konnte – die Berliner sind unglaublich freundlich. Hinfort gewischt sind die Vorstellungen einer grauen Masse von gesichtslosen Menschen. Ein verwirrter Blick auf die noch verwirrendere Landkarte und sofort wurde uns Hilfe angeboten. Besonders der alte Herr mit Hut und Zigarre, der uns freundlich den Weg wies, änderte meine doch recht voreingenommen Sicht auf die Berliner.

Jetzt bin ich sicher. Hier muss ich zu 100 Prozent nochmal hin! Beeeerlin, wir sehen uns wieder. 😛

Berlin 1

 

Habt ihr auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass sich in nur einem Moment die Sicht auf eine Stadt komplett ändert?

Solltet ihr einmal in Berlin verweilen und eine Unterkunft suchen, kann ich euch die Pension Peters wärmstens empfehlen. Ich werde definitiv wiederkommen.

 

Berlinerische Grüße,

 

Anna

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BARCELONA: Eine Nacht in Gràcia

Wieder einmal sitzen wir auf dem Balkon. Das Hupen der Autos unterbricht das gleichmäßige Rauschen der Straße unter uns. Unser Blick schweift über die Dächer der Häuser in die Ferne. Obwohl sich der Urlaub langsam dem Ende entgegen neigt, empfinden wir ein klitzekleines bisschen Vorfreude. Bunte Bilder, geschmückte Gassen, ausgelassene Menschen – so sahen unsere Erwartungen an die Festa Major de Gràcia aus.

 

Verwinkelte Gassen.

Lautes Lachen.

Fröhliche Menschen.

Staunende Augen.

 

Wir biegen um eine Ecke und uns bietet sich immer und immer wieder ein neues Bild. Wie viel Fleiß, Mühe und Liebe in die aufwendige Dekoration gesteckt wurde. Wir saugen begierig alle Eindrücke in uns auf. Es ist als wären wir in eine andere Welt abgetaucht. Am liebsten möchte ich jeden Augenblick festhalten. Ich kann mich gar nicht satt sehen an den hübschen Gässchen.

 

Rythmische Musik.

Drängende Menschen.

Aufgeregte Stimmen.

Erwartungsvolle Blicke.

 

Wir schlängeln uns mit unzähligen anderen Menschen durch das Viertel. In einer Seitenstraße sitzen gleich mehrere Familien an einer langen Tafel. Kinder schwatzen wild durcheinander. Der Tisch ist gedeckt mit allen erdenklichen Leckereien. Heute gibt es das Abendbrot draußen. Wir schlendern an der munteren Gesellschaft vorbei und schauen uns schmunzelnd an.

 

Erfüllende Eindrücke.

Leuchtende Impressionen.

Märchenhafte Bilder.

Schillernde Kreativität.

 

Auf dem Weg nach Hause sind wir schlicht und einfach glücklich, dass wir diesen Abend erlebt haben. Was für ein Zufall, dass wir gerade zu dieser Zeit in der Stadt waren. Was für ein Glück, dass wir überhaupt von der Existenz dieses wunderschönen Straßenfests gelesen haben. Wir kuscheln uns ins Bett und träumen von den kunterbunten Gassen Gràcias.

Der perfekte Abschluss einer schönen Reise.

 

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Seid ihr auch so verzaubert wie ich?

 

Bezaubernde Grüße

 

Anna

 

P.S.: Das war es nun mit den Eindrücken aus Barcelona. Vielleicht konnte ich euch etwas mitreißen. Ein Besuch lohnt sich definitiv.

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BARCELONA: Der perfekte Tag

Barcelona läd nicht nur zu einem typischen Städtetrip ein, dank eines kilometerlangen Stadtstrandes, lassen sich Badeurlaub und Sightseeing super miteinander verbinden. Die Stadt platzt geradezu vor mehr oder weniger sehenswerten Sehenswürdigkeiten. Da die Geschmäcker verschieden sind, ist es nahezu unmöglich die perfekten Orte für jedermann aufzulisten. Dennoch möchte ich in diesem Post einen für uns perfekten Tag in Barcelona beschreiben.

Obacht! Geheimtipps!

Good Morning:

Los geht es mit einem leichten Frühstück auf dem Balkon. Wenn ihr die Chance oder das Glück habt euch einen Balkon zu gönnen, dann tut das. Nichts ist schöner als über die Dächer zu schauen und sich die Sonne auf die Nase scheinen zu lassen, während man Baguette futtert.

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Shopping (Part I):

Anschließend ist es ratsam die angenehmen vormittäglichen Temperaturen zu nutzen und sich ins Getümmel zu stürzen. Und wo ginge das besser als auf der La Rambla, Barcelonas wohl berühmtester Einkaufsmeile. Es lohnt sich tatsächlich diese einmal komplett entlangzubummeln. Mit der Metro erreicht man den Plaça de Catalunya ganz einfach und wird mit einem Überangebot an Shoppingmöglichkeiten beglückt. (Zara und Mango sind in Spanien tatsächlich billiger. Schade, dass unser Handgepäck die pure Shoppingsextase verhindert hat.) Aber hey, lasst noch ein paar Münzen übrig – es wird noch besser! Wer noch ein, zwei oder drei Souvenirs sucht, ist auf der La Rambla genau richtig. 😀

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Snacks:

Für einen kleinen Snack zwischendurch solltet ihr dem Markt La Boqueria einen Besuch abstatten. Egal ob Gemüse, Obst, Fisch, Schinken oder Smoothie (!!!), die wunderschön hergerichteten Stände haben eine riesige Auswahl. Einiziges Manko? Eine Paella To Go gab es irgendwie nirgends. Aber vielleicht macht man das in Spanien auch einfach nicht.

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Shopping (Part II):

Wenn man sich die La Rambla entlang gekämpft hat, drohnt auf einer kleinen Insel das Maremagnum-Einkaufscenter. Und dort gibt es alles: wir sind letztendlich shoppingtechnisch doch etwas ausgerastet und ich habe mich unheilbar in Stradivarius verliebt. Immerhin gibt es davon einen Onlineshop. Viel sehenswerter ist natürlich eigentlich der Hafen. Eine bezaubernde Promenade führt euch weiter zum Strand. Wer noch ein paar Fotos unter Palmen machen möchte – ab zur Promenade!

Strand:

Glaubt man den Touri-Seiten über Barcelona, soll es mehrere wunderschöne Strände außerhalb der Stadt geben. Dazu kann ich leider nichts sagen, denn für routinierte U-Bahn-Fahrer ist der Barcelonetta der nächstgelegene. Und auch, wenn die Verkäufer nerven und dort ein Getummel wie beim Sommerschlussverkauf herrscht – der Blick aufs Meer und der Sand unter den Füßen lassen die Glückshormone nur so sprudeln. Nicht vergessen: eincremen!

Tapas:

Nach einem entspannten Sonnenbad, lässt sich das Magenknurren wohl kaum noch überhören. Überall habe ich gelesen: verlasse Barcelona nicht, ohne einmal Tapas gegessen zu haben. Per Instagram habe ich einen absoluten Gemeintipp bekommen: die Tapasbar La Mestressa. Sah von außen ganz wunderbar aus und soll sowohl günstig als auch eine Gaumenschmaus sein. Leider waren wir gerade während der Siesta da und konnten keinen Platz mehr ergattern, aber ich wollte den Tipp trotzdem gern mit euch teilen.

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Sonnenuntergang:

Seid ihr auch so ein Sonnenuntergangsjunkie wie ich? Dann macht euch abends unbedingt auf zum Museu Nacional d’Art Catalunya und genießt die Atmosphäre. Jeden Donnerstag (und anscheinend auch Sonntag) findet dort eine beeindruckende Lichtershow statt. Und die lohnt sich wirklich!

 

Eigentlich wollte ich ein hübsches “Barcelona-Impressionen-Video” machen. Schlauerweise hab ich es beim Filmen nicht eingesehen stehen zu bleiben. Sorry, für die Ruckelpartie. Ich habe versucht es zu retten. Mit mäßigem Erfolg. Nunja, seht selbst. 😀

 

 

Sonnige Grüße,

 

Anna

 

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