Einer dieser Sommertage

Es war einer dieser unverhofft warmen Sommertage Anfang Juli. Einer dieser Tage, an denen man morgens aus dem Fenster schaut und von grauen Wolken begrüßt, später aber von der Wärme des Sommers umhüllt wird. Trotz des anfänglich wenig freundlichen Wetters, machten wir uns auf den Weg. Von verschiedenen Bildern inspiriert, hatte es uns diese eine Stelle angetan. Eine wage Wegbeschreibung gab uns die Richtung vor. Unsere Suche führte uns an verborgene Stellen – ein versteckter Steg, nur von Enten besiedelt; ein kleiner Waldweg mit engstehenden Büschen. Aber unser Ziel erreichten wir nicht.

Wir waren kurz davor aufzugeben. Vielleicht ein ander Mal.

Eine kleine Abfahrt erregte unsere Aufmerksamkeit und nach einigen Schritten erkannten wir: hier muss es sein! Plötzlich lag dieser weite See vor uns. Unendliche Sandflächen. Ein Pärchen mit Hund. Sonst kein Mensch weit und breit. Die Sonne kämpfte sich zwischen den Wolken hindurch und tauchte alles in wunderschönes Licht. Ein besonderer Ort.

 

 

Das Spiel mit der Kamera. Der schwarze Sand. Die sanften Wellen des kühlen Wassers. Alles passte zusammen. Die Bilder? Ein bisschen anders. Ein bisschen außergewöhnlicher. Vielleicht gewähre ich euch irgendwann einen Einblick.

Nach getaner Arbeit kehrte Ruhe ein. Zufrieden mit unserem Werk, nahmen wir die Landschaft um uns intensiver wahr. Ein Sonnenuntergang, wie ihn uns nur der Sommer schenken kann. Diese Stille. Keine Menschenseele zu sehen. Die Schönheit des Augenblicks traf mich wie einen Schlag. Ein breites Lächeln und eine glückselige Träne in den Augenwinkeln stand ich da und genoss den Moment.

Ja es gibt sie – diese Momente, so schön, dass ich weinen könnte. Weinen vor Glück. Das war einer von ihnen.

 

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Sommer, ich bin noch nicht fertig mit dir.


Fotos: Christian Kirschner | Photography

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SHOOTING: Winterwald

Es ist ruhig. Kein Wort dringt durch die Stille. Ich lausche vergeblich. Die Gedanken, die sonst durch meinen Kopf wandern und ihre Spuren hinterlassen, sind auf andere Dinge gelenkt. Keine Zeit zum Träumen. Keine Zeit die Seele baumeln zu lassen. Kreativität und Inspiration werden an anderer Stelle gebraucht. Im echten Leben. Ideen müssen wie am Fließband produziert werden, Ergebnisse werden gefordert. Und so bleibt dieser Ort hier, mein Rückzugsort, für eine Weile unberührt.

Das Gefühl erinnert an einen Winterwald. Spießroutenlauf zwischen den kahlen Bäumen. Wo lauert die nächste glatte Stelle?

Einmal durchatmen. Einmal aufwärmen. Und dann bin ich wieder inmitten des Schneesturms, der um mich wirbelt, mich straucheln lässt.

Aber wir alle wissen, dass ein Sturm nicht ewig weht. Dass nach grauen, kalten Tagen wieder die Sonne scheint. Dass nach Zeiten der Zurückgezogenheit auch wieder Euphorie, Freude und Ausgelassenheit aus uns herausbrechen.

So grau und verschneit es Ende Februar auch sein mag , meine Zurückgezogenheit hat vorerst ein Ende. Kreativität, Freizeit, Inspiration – ihr seid gern gesehene Gäste.

 

 

Tatsächlich hat die Prüfungszeit nach gefühlt einer Millionen Jahren endlich ein Ende. Zumindest so halb. Aber die eine Hausarbeit macht nun auch nichts mehr. Was hab ich mich mit den verschiedensten Adobe-Programmen rumgeärgert. Ich glaube es glich öfter einem Krieg, als der gemütlichen Zusammenarbeit. Aber hey, wenn mich jetzt jemand nach einer Broschüre, einer Schriftanimation oder einem vektorisierten Gegenstand fragt, nehme ich nicht mehr Reißaus. Das war jetzt übrigens keine Aufforderung.

Ende Januar hatte es mich wieder einmal vor Christians Kamera gezogen. Wir spazierten durch den Winterwald und schossen diese Bilder. Nein, ich laufe sonst nicht so rum, aber irgendwie lüstete uns nach etwas Dramatik. Da der Winter nun doch überraschenderweise wieder back in town ist, hielt ich diese Bilder für ganz passend. Und Tadaaa hier sind sie.

 

 

Was gibt es eigentlich sonst so Neues auf der Welt? Nachdem ich aus meinem Loch gekrochen bin, muss ich mich erstmal wieder einleben.

 

Winterliche Grüße

 

Anna


Fotos: Christian Kirschner | Photography

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Happy New Year!

107 Tage. 3 1/2 Monate. Ein viertel Jahr.

Seit 107 Tagen existiert Une question d’amour nun schon. Am 15. September 2015 schickte ich meinen ersten Post auf die Reise und wartete gespannt, wie ein kleines Kind an Weihnachten, auf Feedback. Reaktionen auf das, was ich begonnen hatte. Und sie kamen. Lob. Interesse. Kommentare. Ich war überrascht wie positiv meine Entscheidung diesen Blog zu gründen aufgenommen wurde. Nach einem Blick auf die Anzahl der Besucher machte ich Luftsprünge. Wie verrückt dieses Gefühl war. Noch viel unglaublicher, da ich Une question d’amour für mich gegründet habe. Um kreativ zu sein. Um zu schreiben. Um mir einen kleinen persönlichen Ort zu gestalten.

Wie die Zeit vergeht.

Ich könnte nun in die Vergangenheit schauen. Einen Jahresrückblick veröffentlichen: die beliebtesten Posts zusammenstellen, meine Lieblingskommentare loben oder die gelungensten Outfits präsentieren. Ich könnte. Aber ich werde nicht. Ich möchte in die Zukunft blicken. Ich möchte Ideen umsetzen. Etwas wagen. Über meine Grenzen hinausgehen. Ich steh noch ganz am Anfang. Bin meilenweit davon entfernt ein Profi zu sein, aber ich finde Inspiration und Ablenkung in diesem – meinem – Herzensprojekt.

Also auf ins nächste Jahr. Mit Vollgas. Voller Ideen. Voller Tatendrang. Willkommen 2016!

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Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Rutsch ins neue Jahr!

P.S.: Habt ihr gute Vorsätze für 2016? Wenn ja, verratet sie mir doch gern in den Kommentaren.


Fotos: Christian Kirschner

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CHRISTMAS: Frohe Weihnachten!

Hallo ihr Weihnachtselfen, ihr lieben Wichtel, ihr Weihnachtsmänner und -frauen,

heute gibt es eine riesige Portion Liebe für euch alle. Ich freue mich seit Monaten auf Weihnachten und endlich ist es soweit.

Erwartungsvolle Gesicher wohin man blickt. Die glänzenden Augen strahlen mit den geschmückten Tannen um die Wette. Bewegt man sich durch das Haus, werden rasch die Türen geschlossen. In den Räumen erblickt man durch den sich schließenden Spalt Schleifenband und Geschenkpapier. Der Duft von allerlei Speisen schwebt durch das Treppenhaus. Während aus dem Wohnzimmer weihnachtliche Klänge tönen, wird in der Küche fleißig gewerkelt. Schalen mit Plätzchen werden bereit gestellt, die Weihnachtsganz in den Ofen geschoben.

Wenn es dann langsam dunkel wird, legt sich die Geschäftigkeit der letzten Stunden. Eine tiefe Ruhe senkt sich über die Stadt. Besinnliche Weihnachten. Dicke Mäntel werden übergeworfen und leise Gespräche sind zu vernehmen beim Spazieren durch die heilige Nacht. Mit roten Bäckchen und fröhlichen Gesichtern kommen wir wieder zuhause an. Für ein paar Minuten verschwindet jeder in sein Zimmer. Das neue Kleid wird glatt gestrichen. Die Fliege wird gebunden. Nach und nach vermehren sich die Geschenke unter dem geschmückten Weihnachtsbaum.

Eine halbe Stunde später sitzt die gesamte Familie beisammen. Ein paar Weihnachtslieder werden gesungen, mehr oder weniger schief. Aber wen interessiert das schon? Wir sind beisammen. Alles andere zählt nicht. Dann werden die Geschenke verteilt. Ein heimlicher Blick. Wie kommt mein Geschenk an? Habe ich das Richtige ausgewählt? Ein überraschtes Lächeln, strahlende Augen. Genau ins Schwarze getroffen. Ich liebe es Geschenke zu bekommen. Kleine Dinge, die mit Liebe ausgewählt wurden. Die mich wiederspiegeln. Die zu mir passen. Aber viel lieber schenke ich. Es gibt nichts schöneres als meine Lieben glücklich zu machen. Ihnen eine Freude zu bereiten. Auch, wenn es nur eine winzig kleine ist.

Den Abend lassen wir mit einer Tasse Glühwein ausklingen. Sitzen oft bis spät in die Nacht beisammen und reden über Gott und die Welt. Die ersten Geschenke werden ausprobiert. Bewundert. Gelobt. Das ist der Zauber der Weihnacht…

 

 

Ich wünsche euch ein wunderschönes Weihanchtsfest im Kreise eurer Liebsten. Hoffentlich wart ihr artig! 😛

Ein riesiges Dankeschön an euch alle. Für das Lesen meiner Posts. Für die lieben Kommentare. Für das Interesse. Ich freue mich wirklich über jeden einzelnen Besucher auf meinem Blog. So richtig fassen kann ich es nicht, dass das, was ich hier schreibe, tatsächlich jemand liest. Fühlt euch ganz fest gedrückt!

 

Eure Anna


Daaaanke Christian, für die wundervollen Bilder. ♥

 

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PERSONAL: “Das passt zu allem”

Von Zeit zu Zeit machen sich meine Gedanken selbstständig. Ein einzelner unwichtiger Satz bleibt mir im Gedächtnis hängen. Er setzt sich in meinem Kopf fest und schlägt dort Wurzeln. Dann spinne ich diesen Gedanken, entstanden aus einem Wortfetzen, weiter und weiter, beziehe ihn auf verschiedene Situationen meines Lebens und mit einem Mal offenbart sich mir eine neue Sichtweise – ein Blickwinkel, den ich zuvor ungeachtet ließ.

So eine Situation hatte ich letztens auf Arbeit: zwei Damen im mittleren Alter probieren stapelweise Pullover an und geben sich gegenseitig Tipps und Ratschläge über Passform und Kombinationsmöglichkeiten. Plötzlich höre ich einen Aufschrei: “Das passt doch zu allem!”. Die Dame im grauen Pullover schaut vielsagend ihre Freundin an. Diese nickt anerkennend. Die beiden verlassen mit einem triumphierenden Lächeln im Gesicht und dem Pullover in der Hand den Laden. Ich kann es nicht erklären, aber das Gespräch der Damen blieb mir im Gedächtnis.

 

Ist es erstrebenswert dieses Teil zu haben, was zu allem passt? Dieses Teil, das sich perfekt in der Alltagsuniform macht, dass es nahezu untergeht? Dieses Teil, das sich nahtlos in den Kleiderschrank einfügt, ohne hervorzustechen? Schön zwar, aber weit entfernt davon etwas besonderes zu sein.

Meine Gedanken sind längst nicht mehr bei dem Pullover. Ich denke über mich selbst nach.

Ich passe mich recht gut den verschiedensten Gegebenheiten an. Ich komme ganz gut mit fremden Leuten klar und stehe den Dingen eher positiv gegenüber. (Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel.) Trotzdem bin ich nicht mit allem kombinierbar. Gegen manche Kompositionen sträubt sich mein Inneres regelrecht. Als schlichtes Basic-Teil bin ich nicht zu gebrauchen.

Finde ich das schlimm? Nein – um ehrlich zu sein, nicht. Manchmal bin ich tatsächlich schockiert, wie gut sich offenbar andere kombinieren lassen. Der dritte Freund in einem Jahr oder nach einem Monat Trennung die nächste große Liebe. Wahnsinn, wie leicht es manchen Leuten fällt, das passende Gegenstück zu finden. Ich bin dann eher so der “Verrückter-Schnitt-” oder “Ausgefallene-Farbe-Typ” (um es mit modischen Metaphern zu sagen)  – oft passt es eben einfach nicht.

Und so springen meine Gedanken von grauen Pullovern, über Beziehungen, hin zum Sinn des Lebens. Am Ende denk ich mir nur: “Ich passe nicht zu allem und das ist gut so.”.

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Bikini-Top: H&M / Shorts: Pull and Bear / Tattoos: Posh Tattoo

Ich möchte mit meinen Gedanken niemanden verurteilen. Jeder findet sein ganz persönliches Glück auf einem anderen Weg, der Außenstehenden meist unverständlich ist. Vielleicht schüttelt ihr jetzt auch mit dem Kopf und denkt euch “Sie soll sich mal nicht so haben.”. Aber ich bin eben so. Ich passe nicht zu allem. Zumindest nicht im tieferen Sinne.

Ich wünsche euch einen gedankenvollen Sonntag. Fühlt euch gedrückt.

Anna


Merci CKFOTODESIGN.COM.

Es sind die schönsten Bilder seit Langem. 🙂

 

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