Frühlingsgefühle

Viel zu viel Zeit ist vergangen ­– wieder einmal.

Zu viele Gedanken im Kopf, zu wenige auf dem Papier.

Nicht zu Ende gedacht.

Ausgesetzt.

Pause.

 

Doch hier stand nichts still. Auch, wenn es den Anschein erweckte.

Hinter den Kulissen ratterten die Zahnräder. Arbeiteten ununterbrochen.

An mir.

 

Stetig vorwärts. Veränderung.

Etwas Neues. Unbekanntes.

Und dann doch so schnell vertraut.

 

Und mit einem Mal ist da diese Chance.

Raus aus dem gemachten Nest.

Rein in das Abenteuer.

Unzählige Eindrücke, Einflüsse, Emotionen.

 

Jeder Tag ist neu, jeder Tag ist anders.

Und manchmal ist anders gut.

 

Vielen Dank, Maria, für die schönen Bilder ♥

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Kopfsache

Stellt euch vor sie wären einfach verschwunden. All die Ängste. Die Bedenken. Die Zweifel. Keine Blockaden mehr. Kein „Was wäre wenn“.

 

Schon lange habe ich diesen Gedanken im Kopf. Wenn so viele andere es können, warum nicht auch ich? Warum nicht einfach mal ins kalte Wasser springen und neue Wege beschreiten? Ich trau mich nicht. Baue mir im Traum Luftschlösser. Was wäre wenn…

Irgendwann erzähle ich von meinem Wunsch und merke, dass mir nicht die erwartete Abwehrhaltung entgegenschlägt. „Mach das, Anna. Ich helfe dir.“ Kein Scherz auf meine Kosten, kein amüsiertes Gelächter – nur Ermutigung. Wir basteln und basteln. Wir schreiben. Fotografieren. Basteln weiter. Und plötzlich: online.

Kopfsache.

 

Dieses ungute Gefühl. Schon seit Tagen, Wochen, Monaten. Keine Antworten über die Ursache. Außer … Kopfsache? Ich habe mich eingeschränkt, Treffen abgesagt – ständig im Hinterkopf dieses Gefühl. Wozu?

Ich lenke meine Gedanken fort von diesen Banalitäten, fort von den Bedenken. Ich beruhige mich. Alles halb so wild. Es gibt immer einen Weg. Überall. Kein Drama mehr um Unnötiges.

Kopfsache.

Die Zeit der Entscheidungen rückt näher. Meine Möglichkeiten hier sind begrenzt. Vielleicht ist das gut. Vielleicht ist das schlecht. Ich möchte vorankommen, mich weiterentwickeln, mein Selbst erweitern. Vielleicht muss ich dazu das gemachte Nest verlassen.

Ich habe mich selbst gebremst. Mich zurückgehalten. Der Gedanke daran, was du darüber denkst, hat mich straucheln lassen. Unterstützt du mich? Motivierst du mich? Oder legst du mir Steine in den Weg aus Angst vor der Entfernung? Ich glaube daran, dass du mir beistehst, so wie ich dir damals beigestanden habe.

Kopfsache.

 

Viel zu oft bremse ich mich selbst. Lebe meine Gedanken und Träume nicht aus, sondern belasse sie in meinem Kopf. Da sind sie sicher, da kann ihnen niemand etwas. Aber da können sie nicht wachsen. Wenn ich es nicht probiere, erfahre ich nie, ob ich es geschafft hätte. Wie viele „Was wäre wenn“s möchte ich noch ansammeln?

Stellt euch vor sie wären einfach verschwunden. All die Ängste. Die Bedenken. Die Zweifel. Keine Blockaden mehr. Kein „Was wäre wenn“.

It’s time to start living.

 


Fotos: Christian Kirschner | Photography

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PERSONAL: Sammeln wir Treuepunkte?

„Sammeln Sie Treuepunkte?“, fragt die Kassiererin. Ich schrecke aus meinen Gedanken hoch und starre sie für einen Moment überfordert an. Auf ihren fragenden Blick hin, lehne ich ab und bedanke mich. Mit gefüllten Tüten und voller Gedanken mache ich mich auf den Heimweg.

Treuepunkte. Man sammelt und sammelt und am Ende wird man belohnt. Für seine Treue.

Aber bin ich einem Laden wirklich treu? Ich meine, ich gehe auch ab und an woanders hin. Wenn ich nur eine Packung Milch brauche zum Beispiel. Oder wenn ich gerade in der Stadt bin. Geh ich dann fremd?

Treue ist das Festhalten an einer einmal eingegangenen Bindung zu jemandem oder etwas.

Bezieht man das Treuepunktesystem auf unsere Beziehungen, macht es nicht mehr allzu großen Sinn. Immerhin bekommen wir keine Belohnung, wenn wir zwar regelmäßig bei unserem Partner vorbeischauen, aber trotzdem noch den ein oder anderen nebenher besuchen. Belohnt wird man tatsächlich nur, wenn man dem Einen treu ist. Als Preis dafür gibt es im besten Fall die Treue des Partners, die um einiges mehr wert ist als eine ultrahoch erhitzbare Bratpfanne oder der neueste Smoothie-Maker.

Vor Kurzem wurde mir von einem Pärchen erzählt. Sie steht kurz vor einer halbjährlichen Reise. Er bleibt daheim. Sie schlägt ihm vor für die Dauer ihrer Abwesenheit eine Pause zu machen – eine Beziehungspause. Er lehnt ab. Soweit so gut. Die Beziehung bleibt also auch während ihrer Reise bestehen. Offiziell zumindest. „Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß“ oder „Was dort passiert, bleibt auch da“ – jeder kennt sie. Diese bösen Stimmen die Zweifel säen. Für den einen eine Ausflucht, für den anderen die ständige Angst.

Das Problem mit der Treue ist, wenn sie aufgezwungen wird, funktioniert sie nicht. Ob aus Trotz. Aus Freiheitswillen. Oder schlichtweg aus Gleichgültigkeit. Man entscheidet sich entweder dafür oder dagegen – von sich aus.

 

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Beziehungen basieren in den meisten Fällen auf Treue. Offene Verhältnisse ausgenommen. Aber auch eine Beziehung geht man freiwillig ein. Man entscheidet sich entweder dafür oder dagegen. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, macht Untreue so gar keinen Sinn. Warum an etwas festhalten, wenn man es doch gar nicht will? Warum jemanden hintergehen, für den man sich doch selbst entschieden hat?

Vielleicht liegt es an der Bequemlichkeit. Dinge wirklich anzufassen. Dinge zu klären. Das bereitet Mühe. Das kann kräftezehrend sein und ermüden. Aber am Ende gibt es ein Ergebnis. Ob gut, ob schlecht, das sei dahingestellt. Viel einfacher erscheint es doch zu flüchten. Mal rauszukommen. Abzuschalten. Vielleicht ein bisschen Action nebenher, wenn zuhause nichts mehr läuft. Und an schwachen Tagen einfach wieder ins gemachte Nest kriechen.

Nur ist der einfache Weg, nicht immer der richtige.

Aber hey, die Hoffnung stirbt zuletzt. „Wenn die Richtige kommt, dann bin ich vielleicht treu.“ Immerhin. Ein Licht am Ende des Tunnels. Nur kann es sein, dass die Untreue die Richtige schlichtweg daran hindert sich einzulassen. Sich einzulassen auf etwas Richtiges.

Auch wenn es in unseren Beziehungen kein Punktesystem gibt, basieren sie doch häufig auf Treue. Egal ob zu Freunden oder zu einem Partner.

Wir sollten festhalten, wofür wir uns entschieden haben.


Fotos: Christian Kirschner | Photography

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PERSONAL: Negativity? – No!

„Kennst du sie? Sie hasst dich“, bekomme ich zu hören. Beiläufig lese ich die Worte und bin verdutzt. Ich krame in meinem Kopf nach dem eben genannten Namen. Kein Ergebnis. Tatsächlich scheine ich sie nicht einmal zu kennen. Sie hingegen ist offenbar der Meinung ich sei ihr äußerst vertraut. Ich meine, wie sollte man sonst so einen Groll gegen eine Person hegen?

Viel zu oft benutzen wir es – dieses Wort, hinter dem sich eine viel zu heftige Bedeutung verbirgt. Es wirkt dramatischer, einschneidender. Es reicht nicht mehr, etwas nicht zu mögen. Nein, wir müssen es gleich hassen, um Gehör zu finden. Ich nehme mich da selbst nicht raus.

Ich hasse Linseneintopf.

Ich hasse Unhöflichkeit.

Und ich hasse Schimpfwörter.

Aber Personen? Sicher – zwei bis drei Menschen kenne ich, die mir so zuwider sind, dass ich drüber nachdenken könnten es „hassen“ zu nennen. Aber auch nur im ersten Moment. Im zweiten rudere ich gedanklich zurück. Wünsche ich diesen Menschen alles Schlechte dieser Welt? Natürlich nicht! Ein Denkzettel? Ja. Aber nichts wirklich Schlimmes – keine Krankheit, kein Unglück, keine Strafe. Wahrscheinlich ist es in diesem Falle eher Antipathie. Und meist hat diese auch ihren Grund.

 

Fourth

 

Mit manchen Menschen möchte ich meinen Weg nicht gemeinsam gehen. Manche Menschen ziehen mich runter und lullen mich nach und nach mit ihren negativen Gedanken ein. Für manche Menschen ist das Glas eben immer halb leer.

Natürlich gibt es ab und an diese Phasen. Man ist unzufrieden, manchmal auch schlecht gelaunt und tatsächlich kommt es auch vor, dass man einmal ordentlich Dampf ablassen muss. Ich bin der Meinung, ein bisschen Meckern tut in manchen Fällen auch einfach gut. Einfach alles rauslassen, was einen beschäftigt, aber dann auch wieder die Kurve kriegen und nicht zum Dauernörgler mutieren. So halte ich es.

Was ich immer wieder verwunderlich finde, ist, dass diverse Menschen die Hälfte ihrer Zeit damit verbringen schlecht über andere zu reden, Gerüchte zu erfinden oder lästern als ihr Hobby zu definieren. Wäre es nicht viel sinnvoller diese Zeit in sich selbst zu investieren? Seine eigenen Ziele zu verwirklichen, an sich selbst zu arbeiten oder einfach etwas besser zu machen als am Tag zuvor?

Wir werden nie alles toll finden, was wir erleben. Wir werden auf unserem Lebensweg wahrscheinlich noch einige Menschen treffen, die wir schlichtweg nicht leiden können. Und wahrscheinlich werden wir häufiger mit unschönen Situationen konfrontiert als uns lieb ist.

Wichtig ist nur, dass wir uns auf uns selbst besinnen. Letztendlich können nur wir selbst uns glücklich machen. Sollen sie doch reden. Was macht das schon? So befreiend eine kleine Schimpftirade auch sein mag, vielleicht sollten wir uns öfter fragen, warum uns eine Person so zum Kochen bringt und dann an uns selbst arbeiten.

 

 

Negativity? – No!

 


Fotos: Christian Kirschner | Photography

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BACK AT IT: 5 Grundsätze für meinen Blog

Dinge verändern nicht, aber wir verändern uns.

Gedanken schwirren durch meinen Kopf. Will ich sie greifen, gleiten sie mir durch die Finger. Ideen, Inspirationen und Vorstellungen. So schön dieses kreative Schwelgen auch sein mag, sehne ich mich nach Veränderung. Nach Taten. Denn was bringen mir die schönen Worte und Gedanken, wenn sie doch keine Früchte tragen? Während hier Stille herrscht, sprüht mein Kopf förmlich vor Ideen. Ich brauche ein bisschen Veränderung.

Ich habe in letzter Zeit viel gedacht und gezweifelt, Ideen entwickelt und wieder verworfen. Nun ist es an der Zeit etwas umzusetzen und meiner Kreativität wieder ein Örtchen zur Entfaltung zu geben. Die kommenden 5 Grundsätze sollen die Basis für mein Schaffen auf dem Blog sein und mir wieder eine Richtung geben, wenn ich mich orientierungslos fühle.

 

1. Es muss nicht perfekt sein. Aber ich zufrieden.

Mein Problem ist oft mein Perfektionismus. Ich habe ganz genaue Vorstellungen im Kopf und, wenn diese nicht genauso umzusetzen sind, bin ich unzufrieden. Ob das   nun bei Fotos, Texten oder Grafiken ist, oftmals gefallen sie mir erst und am nächsten Tag finde ich schon wieder tausend Gründe, warum sie doch nicht optimal sind. Meist folgt daraus, dass ich dann lieber Bilder doch nicht poste oder so lange an einem Text werkel, bis ich mich dann doch nicht mehr 100-prozentig damit identifizieren kann. An sich ist mir hohe Qualität super wichtig, aber in letzter Zeit habe ich gemerkt, dass dieses Streben nach Perfektion häufig nur dazu führt, dass gar nichts passiert.

Auch nicht Sinn der Sache. Letztendlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. (#plötzlichauchlebensweisheitenamstart).

Und was bedeutet schon „perfekt“? Letztlich hat ohnehin jeder eine andere Vorstellung davon. Deswegen möchte ich meinen Fokus lieber darauf legen schlichtweg zufrieden zu sein. Verbessern möchte ich mich selbstverständlich und wahrscheinlich werde ich es nie aufgeben mich an allen möglichen Überbloggern zu orientieren, aber mein Ziel soll nicht mehr die ohnehin nie erreichte Perfektion, sondern die 100-prozentige Zufriedenheit sein.

 

2. Ich möchte überraschen.

Ich muss gestehen, mich erfreut es immer wieder wahnsinnig, wenn ich einen Beitrag veröffentliche und dieser dann wirklich gelesen wird. Oder wenn mich jemand aus meinem Umkreis auf meinen Blog anspricht und mir Feedback dazu gibt. Das wirkt so motivierend. Wenn dann noch die Frage kommt, wann denn endlich der nächste Post erscheint, könnte ich vor Freude Luftsprünge machen.

Damit das auch so bleibt, möchte ich in Zukunft viel mehr Ideen, Inspirationen und Gedanken mit euch teilen. Vielleicht auch mal abseits der üblichen Wege. Ich möchte Neues probieren, Denkanstöße geben und überraschen.

 

3. Ein bisschen mehr „Ich“

Ich kann mich wirklich nicht über mangelnde Ideen beklagen. Eigentlich schwirrt mir ständig etwas im Kopf herum. Besonders, wenn mich gerade etwas emotional aufgewühlt hat, strömen die Wörter nur so aus mir heraus. Ich nenne das „Leerschreiben“. Manchmal platzt mir wirklich fast der Kopf von zu vielen Gedanken. Dann setze ich mich an meinen Laptop und schreibe mich leer. Erstaunlich wie viel freier ich mich dann fühle.

In den meisten Fällen sind solche Texte sehr persönlich – wahrscheinlich zu persönlich um sie in die unkontrollierten Weiten des Internets zu entlassen. Auf anderen Blogs lese ich selbst am liebsten Gedankenposts. Ich freue mich immer wieder über bereichernde Kolumnen und persönliche Texte. Dann fühle ich mich in die Person hinein, beziehe ihre Erfahrungen auf mein Leben und ziehe Parallelen. Aber ich selbst bin noch nicht bereit für diese Offenheit. Trotzdem. Ein bisschen mehr „Ich“ möchte ich gern einbinden und selbst wenn es nur darin besteht einfach mal etwas zu wagen.

Auf der anderen Seite will ich versuchen mich von falschen Idealen zu lösen. Damit meine ich nicht falsch im Sinne von schädlich, sondern viel mehr als nicht-ich. Oftmals denke ich mir dann: genauso will ich es auch. Das ergibt jedoch überhaupt keinen Sinn, denn zum einen bin ich einfach eine andere Person, zum anderen möchte ich nicht kopieren, sondern selbst etwas kreieren. Deswegen sammel ich mir lieber meine Inspirationen aus allen möglichen Quellen zusammen und füge diesen meine eigene Note hinzu.

 

4. Ordnung muss sein.

Manchmal schaue ich mir alte Beiträge an (wobei „alt“ auch relativ ist, angesichts der Sache, dass dieser Blog erst ab letzten September existiert) und frage mich, ob diese nur auf mich ungeordnet wirken. Ich muss gestehen, ich bin generell ein bisschen überplant. Früher habe ich für alles Listen und Pläne erstellt. Ich kriege es langsam in den Griff, hoffe ich. Im Gegensatz dazu bin ich der Meinung, dass ich hier ein bisschen mehr Ordnung halten sollte, um einen besseren Überblick zu gewähren. Manchmal entdecke ich einen neuen Blog, der mich auf den ersten Blick anspricht. Auf den zweiten jedoch total ungeordnet und unübersichtlich wirkt. Dann versuche ich mich durch tausende Kategorien zu wühlen und gebe am Ende verzweifelt auf. So soll es hier nicht werden, deswegen werde ich von nun an besser auf Ordnung achten.

 

5. Gutes braucht Zeit.

Viel zu oft habe ich den Blog in letzter Zeit hintenan gestellt. Natürlich geht die Uni vor, aber selbst in meiner Freizeit habe ich mich eher mit anderen Dingen beschäftigt, obwohl ich große Lust hatte hier das ein oder andere zu ändern. Doch dann kamen wieder die Zweifel: ist das gut genug um es zu veröffentlichen? Werde ich den Erwartungen gerecht? Mittlerweile kann ich, glaube ich, sagen, dass ich diese Zweifel halbwegs ausgeräumt habe, denn ich tue das hier nicht um jemandem zu gefallen, sondern weil es mir gefälllt. (Wobei ich mich trotzdem sehr freue, wenn es auch euch gefällt!)

Um solche Dinge zu schaffen, braucht es Zeit. Zeit um sich Gedanken zu machen, sie zu formulieren und niederzuschreiben. Zeit um Bilder zu schießen. Zeit um Konzepte zu entwickeln. Diese Zeit möchte ich mir wieder häufiger nehmen, damit hier wieder regelmäßig etwas passiert.

 

 

Jetzt kann ich stolz sagen, dieser Beitrag erfüllt tatsächlich alle meine Grundsätze. Ich habe etwas gewagt, auch wenn es nur etwas minikleines ist. Die Bilder habe ich komplett alleine gemacht, obwohl ich sonst sehr kritisch bin mit allem, was nicht Christians Kamera entsprungen ist und selbst damit ab und an. (Verzeihung! Ich gelobe Besserung!) Und erstaunlicherweise bin ich mit ihnen sehr zufrieden. 😀

Nun würde ich mich unglaublich über euer Feedback freuen! Was ist eurer Meinung wichtig für die eigenen Arbeit?

 

Einen wundervollen Sonntag ihr Zuckerschnecken!

 

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PERSONAL: Paris, je t’aime

Ich sitze allein im Bett. Vier Tage Stuttgart stehen auf dem Plan. Ein bisschen Arbeit und jede Menge Spaß sollen das Wochenende unvergesslich machen. Es ist Freitag der 13. November. Ich brauche eine Pause, bin geschafft vom Tag und verkrieche mich unter meiner Decke. Die anderen gehen feiern. Ich bin zu müde. Ich greife nach meinem Buch und versinke in den Geschichten, ab und zu kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Mein Handy blinkt und ich werfe einen beiläufigen Blick darauf: „Hast du das mit Paris gehört?“.

Nein. Was? Was ist mit Paris?

Ich öffne Facebook. #prayforparis überschwemmt mich nahezu. Ich bin fassungslos. Attentate. Geiselnahmen. Anschläge. Eine Schreckensmeldung nach der anderen. Zerstörung. Trauer. Ich greife nach jeder Information. Die Ungewissheit macht mir Angst. Das Bild setzt sich nach und nach zusammen. Es ist so unglaublich nah. Diese schrecklichen Dinge passieren nicht weit entfernt von uns. Uns trennt kein Ozean, kein Kontinent. Der Terror richtet seine Krallen nach Europa.

 

Zwei Jahre zuvor reiste ich mit meiner Familie in den Sommerurlaub. Ich hatte mich Ewigkeiten darauf gefreut. Ich liebe Frankreich und so war ich in heller Aufregung als es hieß: wir fahren nach Paris. Ich wollte schon immer in die Stadt der Liebe. Wirklich, schon immer! Unsere kleine, aber feine Wohnung befand sich direkt in Laufweite zum Louvre. Wir schlenderten durch die Stadt, Tag für Tag. Wir genossen das Flair. Ein nächtlicher Spaziergang. Ein Pärchen packt sein Abendessen auf einer Brücke über der Seine aus. Es wird Wein getrunken. An jeder Ecke spielt ein Musiker. Ein warmer Lufthauch streift durch mein Haar und ich denke mir nur: Paris, je t’aime.

 

Und jetzt können wir nicht nach Paris blicken ohne diese unendliche Trauer. Diese Fassungslosigkeit. Wie können Menschen anderen Menschen solche Gräueltaten  antun? Wie kann man so voller Hass sein? Wie kann man im Namen eines Glaubens töten? Leben auslöschen? So beliebig. So unschuldiges Leben.

Das Schlimmste? Solche Dinge passieren nicht nur in Paris. Solche Dinge passieren überall auf der Welt. Immer und immer wieder. Es werden Stimmen laut, die #prayforparis verurteilen. Kritik, die auffordert die Gesamtheit des Schreckens zu erfassen. Ich stelle mir die Frage: würde ich all das aushalten? Die geballte Masse an Informationen? Können wir denn noch in Sorglosigkeit leben, wenn wir all diese Schrecken so nah an uns heran lassen?

Lasst uns nicht kritisieren. Warum dumme Sprüche über Profilbilder in der Tricolour? Warum diese Vorwürfe, all diese Menschen würden nur dem Hype hinterherlaufen? Jeder zeigt seine Trauer und Anteilnahme auf unterschiedliche Art und Weise. Ihr sagt es ist zu viel? Ein, zwei oder hundert Blogposts zu dem Thema? Es können nie zu viele sein. Es kann nie zu viel Anteilnahme geben. Zu viel Liebe. Zu viel Zusammenhalt.

Nehmt Anteil. Liebt. Haltet zusammen. Nicht nur für Paris, sondern für die Welt.

 

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Paris, je t’aime.

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PERSONAL: Von ganzem Herzen

Manche Dinge mache ich murrend. Manche Aufträge erledige ich mit herabhängenden Mundwinkeln. Manche Aufgaben bereiten mir keine Freude und sind mehr Pflicht als alles andere. Und dann gibt es diese Dinge, die mir am Herzen liegen. Die Dinge, für die ich alles gebe. Dinge, die mein Herzblut verlangen und in die ich es bereitwillig investiere. Eines dieser Projekte war die „Cannes Rolle“.

Grob umrissen handelt es sich dabei um eine Filmvorführung. Beim International Festival of Creativity in Cannes werden jedes Jahr die besten Werbefilme der Welt ausgezeichnet. Als Normalo hat man kaum die Chance diese Meisterwerke wirklich einmal so gebündelt zu sehen – außer man besucht die „Cannes Rolle“. Die Organisation dieser Abendveranstaltung war bis vor Kurzem (wirklich sehr Kurzem) meine Aufgabe. Dabei ging es um Sponsoren, Absprachen mit Locations, Catering und das Abendprogramm – mal ganz grob gesagt. Ich war ein Neuling auf dem Gebiet. Ich war am Verzweifeln. Immer wieder Rückschläge. Ein Schritt vor, zwei zurück. Die Zeit drängte. Druck und Zweifel, meine ständigen Begleiter.

Ich muss gestehen, ich bin definitiv an meine Grenzen gestoßen. Immer und immer wieder. Und jetzt ist es tatsächlich geschafft. Am Freitag fand die Veranstaltung im Cinestar in Leipzig statt. Es gab keine größeren Pannen, nichts was den Abend zerstört hätte. Es lief reibungslos und angenehm. Die Erleichterung, die ich nun verspüre, lässt sich nicht in Worte fassen. Seit mehreren Wochen (was um ehrlich zu sein viel zu wenig ist) hing mein Herz an dieser Veranstaltung. Jetzt bin ich glücklich. Ich habe es geschafft. Mein Herzensprojekt.

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Kleid: Little Mistress via Peek und Cloppenburg / Schuhe: Tamaris

 

Vollbildaufzeichnung 24.10.2015 235419.bmp

Und nun spreche ich euch meinen Dank aus. Von ganzem Herzen.

Danke für die Unterstützung.

Danke für die Kreativität.

Danke für die tröstenden Umarmungen.

Danke für’s Zuhören.

Danke für das Glas Sekt vor der Willkommensrede.

Danke für die Party danach.

Danke für’s Nachfragen.

Danke für euer Lob.

 

Mit diesen dankenden Worten entlasse ich euch in den Sonntagabend.

 

So much love

 


Vielen Dank Christian für die wunderbaren Bilder. 🙂

 

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