Brushlettering-Kurs: 5 Dinge, die ich über das Brushlettern gelernt habe | LEIPZIG

Erwartungsvolle Stille  herrscht in dem hübsch gestalteten Raum. Vor uns liegen unzählige Blätter mit vorgezeichneten Linien und Buchstaben. Ein wenig wie in der Grundschule als es hieß die ersten Schreibversuche zu starten. Nachdem wir alle mit Snacks und Getränken versorgt wurden, beginnt Annett mit ihrem Kurs. Sie erzählt uns etwas über ihren Weg – vom angeblich unkreativen Part in der Familie zur selbstständigen DIY-Tutorin. Sie erzählt über ihre Erfahrung mit Kalligraphie und dem Brushlettering. Und vor allem erzählt sie uns, dass Brushlettering kein Schreiben ist, sondern Malen.

Neben der richtigen Haltung des Stiftes bzw. des Pinsels, läuft beim Brushlettering alles über den richtigen Druck. Je mehr Druck desto dicker die Linie. Dünne Linien werden stets von unten nach oben, dicke von oben nach unten gemalt. Um den richtigen Schwung hinzubekommen, übt man zu Beginn einfache Bewegungen mit dem Brush Pen. Nach und nach kommen Kringel, Schnörkel und letztendlich die ersten Buchstaben dazu. Gegen Ende des Kurses brachten wir dann auch die ersten Wörter zu Papier. Meine Versuche dürft ihr weiter unten bestaunen. 😛

 

5 Dinge, die ich über das Brushlettering gelernt habe:

  1. Brushlettering ist kein Schreiben. Man malt die Buchstaben viel mehr.
  2. Es braucht die richtigen Materialien! Wir arbeiteten an dem Tag mit diesem Pentel Brush Pen. Außerdem solltet ihr nie auf Kopierpapier brushlettern! Damit wird die empfindliche Spitze der Stifte zerstört. Verwendet stattdessen gestrichenes Papier.
  3. Frau Hölle ist der Superstar unter den Brushletterern. Auf ihrer Website gibt es auch einen Kurs zum Thema runterzuladen.
  4. Ihr werdet das  Brushlettern nicht in drei Stunden lernen. Annett riet uns tatsächlich zum täglichen üben. Sie macht das Ganze nun schon seit einem Jahr.
  5. Fake it till you make it! Beim Brushlettering ist es total okay abzuschauen oder abzupausen. Am Anfang ist genau das sogar wichtig um den berüchtigten richtigen Schwung herauszubekommen. Nach und nach löst ihr euch dann schon ganz allein von den Vorlagen.

 

 

 

Nun die Frage aller Fragen: Warum erzähle ich euch das alles? Annett ist die Gründerin der Selbermachwerkstatt und lud mich dazu ein ihren allerersten Brushlettering-Workshop zu besuchen. Schon früher habe ich ab und an mit Feder und Tusche herumprobiert und freute mich mega über die Einladung. Wenn ihr selbst auch überlegt einmal einen solchen Kurs zu belegen, kann ich euch die Selbermachwerkstatt wirklich ans Herz legen. Der Kurs ging drei Stunden lang und Annett führte uns total entspannt durch die verschiedenen Lektionen. Ihren Brushlettering Guide gibt es jetzt übrigens auch bei ihr im Shop. Ihr könnt also einfach selbst probieren und schauen, ob eure Leidenschaft im Brushlettern liegt. Alle Materialien gibt es noch einmal in Annetts Einkaufsliste für das Brushlettern zusammengefasst.

Übrigens bietet die Selbermachwerkstatt nicht nur Brushlettering-Kurse, sondern auch unzählige andere DIYs an. Neben süßen Siebdruckkarten, kann man bei Annett zum Beispiel auch die bezaubernden Etageren vom Buffet selbermachen. Ob als Gruppe oder alleine, ihr könnt Annett einfach eine Nachricht schreiben und sie gibt sich die größte Mühe es einzurichten. Der Brushlettering-Kurs kostet für drei Stunden 50 €. Dafür gibt es aber nicht nur jede Menge Input, sondern auch ein zuckersüßes Buffet, den Brushlettering Guide sowie den Pentel Brush Pen dazu.

 

 

 

Ich hoffe euch hat meine kleine Review gefallen. Nun würde es mich wirklich interessieren ob ihr eher der Brushlettering- oder der Etageren-Bastel-Typ seid. Was würde euch reizen zu lernen? Schreibt mir doch gern einen Kommentar.

 

Dieser Beitrag entstand in künstlerischer Kooperation mit der Selbermachwerkstatt. Wie verrückt es ist diesen Satz unter einen meiner Beiträge zu schreiben. Die Einladung von Annett war tatsächlich meine erste offizielle als Bloggerin. Ihr könnt euch vorstellen wie ich mich gefreut habe. 😀

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FAVOURITE FASHIONSHOW: Ein Abend für die Mode

Kurz vor acht stehen wir in der Schlange am Einlass des Gasometers. Über die Köpfe der Wartenden hinweg erspähen wir die leuchtenden Buchstaben – „Favourite“. Voller Erwartungen schauen wir in die eindrucksvolle Arena. Endlich haben wir unseren Stempel und schlendern mit großen Augen über die Wiese. Ein lauer Sommerabend. Menschen, deren Outfits alles andere als gewöhnlich sind. Kühle Limonade. Ein Stück Kuchen. Mittendrin der Laufsteg.

Wir setzen uns auf die kleinen Tribünen und beobachten das Treiben. Allein die Location raubt mir den Atem. Die Trends der Saison flanieren, getragen von Leipzigs Modevolk, an uns vorüber. Paradiesvögel. Klassich in schwarz. Kunterbunt. Chic und clean.

 

Ruhe kehrt ein. Die Musik beginnt. Der Bass scheint aus allen Richtungen zu kommen. Er umhüllt uns und reißt uns mit. Die Modells betreten den Laufsteg. Alternative Schönheiten. Individuell und einzigartig. Genau wie die Designs, die sie präsentieren. Ein Schnitt durch alle Stilrichtungen. Elegant. Sportlich. Retro.

Am Ende der Show übertönt der Applaus beinahe die Musik. Was für ein gelungener Abend! Zufriedenheit auf den Gesichtern – bei Modells, Designern, Gästen und Veranstaltern. Im Anschluss gönnen wir uns Limo und Wein und erkunden die niedlichen Pop-Up-Stores, an denen die eben gezeigten Sachen gleich mit nach Hause genommen werden können. Wir setzen uns an den Rand des Geschehens und genießen die entspannte Atmosphäre. Überall stehen und sitzen die Gäste in kleinen Grüppchen zusammen und werten den Abend aus.

 

Favourite Fashionshow_2016_07_09_2

 

Gegen um zwölf machen wir uns auf den Heimweg. Was für ein schöner Abend! Ich ziehe meinen Hut vor Sarah und den Mädels von Kiss and Tell, die diese wunderbare Veranstaltung auf die Beine gestellt haben. Wir hatten einen wirklich gelungenen Abend und es ist schön zu hören, dass auch die Erwartungen der Veranstalterinnen erfüllt wurden. Wenn man es sich zum Ziel setzt Leute zu inspirieren und sie nach der Show glücklich und zufrieden sieht, geht einem das Herz auf. Ich hoffe sehr auf eine Wiederholung!

Wenn ihr euch noch einmal ein bisschen Favourite-Fashionshowmäßig einstimmen möchte, schaut euch unbedingt das Video an. Wobei ich mir sicher bin, dass es bald ein weiteres von der Veranstaltung selbst geben wird. 🙂

 

 

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntagabend und hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck von dieser schönen Veranstaltung vermitteln.

Fühlt euch gedrückt!

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Spinnerei Galerien: Über Kunst lässt sich streiten

Über Kunst lässt sich streiten. Schatz oder Krempel. Inspirierende Pinselstriche oder wildes Gekrakel. Futuristische Skulpturen oder verstörende Gebilde. Ist das Kunst oder kann das weg?

Kunst als Ausdruck der Gefühle, Emotionen und Gedanken. Das Innenleben eines Menschen nach außen gekehrt. Auf die Leinwand gebracht. In Form gegossen. Für jeden sichtbar.

Wir wandern durch die Galerien, Ateliers und Installationen und staunen. Zwischen all den Kunstinteressierten, den Künstlern und den Kritikern scheint es eine unsichtbare Verbindung zu geben. Leise Gespräche werden geführt – welche Intention versteckt sich hinter dem Werk? Betritt man ein Atelier, wird man mit einem stillen Lächeln des Künstlers empfangen. Umgeben von den eigenen Werken sitzt der Urheber und fängt neugierig die Blicke der Besucher ein.

Ich bin kein Kunstkenner. Ich wäre es gern. In meinen Augen ist das Wissen über die Kunst eine schöne Art der Bildung. Kunst ist vielfältig. Ich würde gern verschiedene Kunstrichtungen und Künstler kennen. Ich würde gern interpretieren können. In einem Bild mehr sehen als da eigentlich ist. Ich arbeite dran. Ich öffne mich und nehme die Kunst in mich auf.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Während ich mich in einigen Werken verlieren könnte, starre ich andere nur irritiert an. Was war da denn los, frag ich mich. Manchmal schockiert, manchmal belustigt. Kunst kann verstören. Aber Kunst kann auch mitreißen. Inspirieren.

Zum Samstag ein bisschen Kultur, dachten wir uns. Die Spinnerei Galerien luden zum kleinen Winterrundgang, der letztendlich alles andere als klein war. Da ich ohnehin schon begeistert von der Alten Baumwollspinnerei war, wollte ich dieses Mal unbedingt die Chance nutzen und mir das Innenleben des beeindruckenden Baus ansehen.

Es lohnt sich.

Alte Baumwollspinnerei_14_Kunst

Alte Baumwollspinnerei_16_Kunst

Und was meint ihr? Ist das Kunst oder kann das weg? 😛

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag. Auf die Kunst!

 

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