Stellt euch vor sie wären einfach verschwunden. All die Ängste. Die Bedenken. Die Zweifel. Keine Blockaden mehr. Kein „Was wäre wenn“.

 

Schon lange habe ich diesen Gedanken im Kopf. Wenn so viele andere es können, warum nicht auch ich? Warum nicht einfach mal ins kalte Wasser springen und neue Wege beschreiten? Ich trau mich nicht. Baue mir im Traum Luftschlösser. Was wäre wenn…

Irgendwann erzähle ich von meinem Wunsch und merke, dass mir nicht die erwartete Abwehrhaltung entgegenschlägt. „Mach das, Anna. Ich helfe dir.“ Kein Scherz auf meine Kosten, kein amüsiertes Gelächter – nur Ermutigung. Wir basteln und basteln. Wir schreiben. Fotografieren. Basteln weiter. Und plötzlich: online.

Kopfsache.

 

Dieses ungute Gefühl. Schon seit Tagen, Wochen, Monaten. Keine Antworten über die Ursache. Außer … Kopfsache? Ich habe mich eingeschränkt, Treffen abgesagt – ständig im Hinterkopf dieses Gefühl. Wozu?

Ich lenke meine Gedanken fort von diesen Banalitäten, fort von den Bedenken. Ich beruhige mich. Alles halb so wild. Es gibt immer einen Weg. Überall. Kein Drama mehr um Unnötiges.

Kopfsache.

Die Zeit der Entscheidungen rückt näher. Meine Möglichkeiten hier sind begrenzt. Vielleicht ist das gut. Vielleicht ist das schlecht. Ich möchte vorankommen, mich weiterentwickeln, mein Selbst erweitern. Vielleicht muss ich dazu das gemachte Nest verlassen.

Ich habe mich selbst gebremst. Mich zurückgehalten. Der Gedanke daran, was du darüber denkst, hat mich straucheln lassen. Unterstützt du mich? Motivierst du mich? Oder legst du mir Steine in den Weg aus Angst vor der Entfernung? Ich glaube daran, dass du mir beistehst, so wie ich dir damals beigestanden habe.

Kopfsache.

 

Viel zu oft bremse ich mich selbst. Lebe meine Gedanken und Träume nicht aus, sondern belasse sie in meinem Kopf. Da sind sie sicher, da kann ihnen niemand etwas. Aber da können sie nicht wachsen. Wenn ich es nicht probiere, erfahre ich nie, ob ich es geschafft hätte. Wie viele „Was wäre wenn“s möchte ich noch ansammeln?

Stellt euch vor sie wären einfach verschwunden. All die Ängste. Die Bedenken. Die Zweifel. Keine Blockaden mehr. Kein „Was wäre wenn“.

It’s time to start living.

 


Fotos: Christian Kirschner | Photography

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4 comments on “Kopfsache
  1. laura

    Ach, du Hübsche – was für tolle Bilder und schöne Worte. Ich habe mich sehr über deinen Kommentar bei mir auf dem Blog gefreut. Vielleicht hast du ja irgendwann mal Lust auf eine Zusammenarbeit, ich würde mich freuen!

    Alles Liebe,
    Laura

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