Dinge verändern nicht, aber wir verändern uns.

Gedanken schwirren durch meinen Kopf. Will ich sie greifen, gleiten sie mir durch die Finger. Ideen, Inspirationen und Vorstellungen. So schön dieses kreative Schwelgen auch sein mag, sehne ich mich nach Veränderung. Nach Taten. Denn was bringen mir die schönen Worte und Gedanken, wenn sie doch keine Früchte tragen? Während hier Stille herrscht, sprüht mein Kopf förmlich vor Ideen. Ich brauche ein bisschen Veränderung.

Ich habe in letzter Zeit viel gedacht und gezweifelt, Ideen entwickelt und wieder verworfen. Nun ist es an der Zeit etwas umzusetzen und meiner Kreativität wieder ein Örtchen zur Entfaltung zu geben. Die kommenden 5 Grundsätze sollen die Basis für mein Schaffen auf dem Blog sein und mir wieder eine Richtung geben, wenn ich mich orientierungslos fühle.

 

1. Es muss nicht perfekt sein. Aber ich zufrieden.

Mein Problem ist oft mein Perfektionismus. Ich habe ganz genaue Vorstellungen im Kopf und, wenn diese nicht genauso umzusetzen sind, bin ich unzufrieden. Ob das   nun bei Fotos, Texten oder Grafiken ist, oftmals gefallen sie mir erst und am nächsten Tag finde ich schon wieder tausend Gründe, warum sie doch nicht optimal sind. Meist folgt daraus, dass ich dann lieber Bilder doch nicht poste oder so lange an einem Text werkel, bis ich mich dann doch nicht mehr 100-prozentig damit identifizieren kann. An sich ist mir hohe Qualität super wichtig, aber in letzter Zeit habe ich gemerkt, dass dieses Streben nach Perfektion häufig nur dazu führt, dass gar nichts passiert.

Auch nicht Sinn der Sache. Letztendlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. (#plötzlichauchlebensweisheitenamstart).

Und was bedeutet schon “perfekt”? Letztlich hat ohnehin jeder eine andere Vorstellung davon. Deswegen möchte ich meinen Fokus lieber darauf legen schlichtweg zufrieden zu sein. Verbessern möchte ich mich selbstverständlich und wahrscheinlich werde ich es nie aufgeben mich an allen möglichen Überbloggern zu orientieren, aber mein Ziel soll nicht mehr die ohnehin nie erreichte Perfektion, sondern die 100-prozentige Zufriedenheit sein.

 

2. Ich möchte überraschen.

Ich muss gestehen, mich erfreut es immer wieder wahnsinnig, wenn ich einen Beitrag veröffentliche und dieser dann wirklich gelesen wird. Oder wenn mich jemand aus meinem Umkreis auf meinen Blog anspricht und mir Feedback dazu gibt. Das wirkt so motivierend. Wenn dann noch die Frage kommt, wann denn endlich der nächste Post erscheint, könnte ich vor Freude Luftsprünge machen.

Damit das auch so bleibt, möchte ich in Zukunft viel mehr Ideen, Inspirationen und Gedanken mit euch teilen. Vielleicht auch mal abseits der üblichen Wege. Ich möchte Neues probieren, Denkanstöße geben und überraschen.

 

3. Ein bisschen mehr “Ich”

Ich kann mich wirklich nicht über mangelnde Ideen beklagen. Eigentlich schwirrt mir ständig etwas im Kopf herum. Besonders, wenn mich gerade etwas emotional aufgewühlt hat, strömen die Wörter nur so aus mir heraus. Ich nenne das “Leerschreiben”. Manchmal platzt mir wirklich fast der Kopf von zu vielen Gedanken. Dann setze ich mich an meinen Laptop und schreibe mich leer. Erstaunlich wie viel freier ich mich dann fühle.

In den meisten Fällen sind solche Texte sehr persönlich – wahrscheinlich zu persönlich um sie in die unkontrollierten Weiten des Internets zu entlassen. Auf anderen Blogs lese ich selbst am liebsten Gedankenposts. Ich freue mich immer wieder über bereichernde Kolumnen und persönliche Texte. Dann fühle ich mich in die Person hinein, beziehe ihre Erfahrungen auf mein Leben und ziehe Parallelen. Aber ich selbst bin noch nicht bereit für diese Offenheit. Trotzdem. Ein bisschen mehr “Ich” möchte ich gern einbinden und selbst wenn es nur darin besteht einfach mal etwas zu wagen.

Auf der anderen Seite will ich versuchen mich von falschen Idealen zu lösen. Damit meine ich nicht falsch im Sinne von schädlich, sondern viel mehr als nicht-ich. Oftmals denke ich mir dann: genauso will ich es auch. Das ergibt jedoch überhaupt keinen Sinn, denn zum einen bin ich einfach eine andere Person, zum anderen möchte ich nicht kopieren, sondern selbst etwas kreieren. Deswegen sammel ich mir lieber meine Inspirationen aus allen möglichen Quellen zusammen und füge diesen meine eigene Note hinzu.

 

4. Ordnung muss sein.

Manchmal schaue ich mir alte Beiträge an (wobei “alt” auch relativ ist, angesichts der Sache, dass dieser Blog erst ab letzten September existiert) und frage mich, ob diese nur auf mich ungeordnet wirken. Ich muss gestehen, ich bin generell ein bisschen überplant. Früher habe ich für alles Listen und Pläne erstellt. Ich kriege es langsam in den Griff, hoffe ich. Im Gegensatz dazu bin ich der Meinung, dass ich hier ein bisschen mehr Ordnung halten sollte, um einen besseren Überblick zu gewähren. Manchmal entdecke ich einen neuen Blog, der mich auf den ersten Blick anspricht. Auf den zweiten jedoch total ungeordnet und unübersichtlich wirkt. Dann versuche ich mich durch tausende Kategorien zu wühlen und gebe am Ende verzweifelt auf. So soll es hier nicht werden, deswegen werde ich von nun an besser auf Ordnung achten.

 

5. Gutes braucht Zeit.

Viel zu oft habe ich den Blog in letzter Zeit hintenan gestellt. Natürlich geht die Uni vor, aber selbst in meiner Freizeit habe ich mich eher mit anderen Dingen beschäftigt, obwohl ich große Lust hatte hier das ein oder andere zu ändern. Doch dann kamen wieder die Zweifel: ist das gut genug um es zu veröffentlichen? Werde ich den Erwartungen gerecht? Mittlerweile kann ich, glaube ich, sagen, dass ich diese Zweifel halbwegs ausgeräumt habe, denn ich tue das hier nicht um jemandem zu gefallen, sondern weil es mir gefälllt. (Wobei ich mich trotzdem sehr freue, wenn es auch euch gefällt!)

Um solche Dinge zu schaffen, braucht es Zeit. Zeit um sich Gedanken zu machen, sie zu formulieren und niederzuschreiben. Zeit um Bilder zu schießen. Zeit um Konzepte zu entwickeln. Diese Zeit möchte ich mir wieder häufiger nehmen, damit hier wieder regelmäßig etwas passiert.

 

 

Jetzt kann ich stolz sagen, dieser Beitrag erfüllt tatsächlich alle meine Grundsätze. Ich habe etwas gewagt, auch wenn es nur etwas minikleines ist. Die Bilder habe ich komplett alleine gemacht, obwohl ich sonst sehr kritisch bin mit allem, was nicht Christians Kamera entsprungen ist und selbst damit ab und an. (Verzeihung! Ich gelobe Besserung!) Und erstaunlicherweise bin ich mit ihnen sehr zufrieden. 😀

Nun würde ich mich unglaublich über euer Feedback freuen! Was ist eurer Meinung wichtig für die eigenen Arbeit?

 

Einen wundervollen Sonntag ihr Zuckerschnecken!

 

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