SPECIAL: Halloween Make-Up – Sugar Skull

Es geht wieder los: Kürbisse überall. Fledermäuse in den Geschäften. Gespenster, die uns zum Gruseln bringen. All diese typischen Scherze sollen doch nur eins: uns auf Halloween einstimmen!

Vielleicht seid ihr Verkleidungsmuffel. Vielleicht wolltet ihr einfach mal wieder einen ruhigen Abend verbringen. Vielleicht hat die richtige Person noch nicht gefragt. Aber dann trudelt ganz spontan die Einladung zur nächstgelegenen Halloweenparty ein. Wer jetzt verzweifelt an die Wand starrt und angesichts der Fülle von Hallowennkostümen nahezu den Verstand verliert – ich hab da eine schicke Lösung parat: das Sugar Skull Make-Up.

Bevor es los geht, gibt es ein paar Hintergrundinfos: der Ursprung des heutigen Make-Ups liegt in Mexiko. Am Dìa de los Muertos, dem Tag der Toten, kehren laut Volksglauben die Toten zu ihren Familien zurück. Anders als man vielleicht annimmt, wird der Tag als ausgelassenes Volksfest gefeiert. Die verschiedensten Todessymbole werden farbenprächtig in den Schaufenstern drappiert, um die Toten ordnungsgemäß willkommen zu heißen. Kurz vor dem Feiertag kreieren Konditoreien aus Zuckergebäck und Schokolade auffällige Calaveras de Dulce, die Sugar Skulls.

Sugar-Skull Make-Up

Ihr braucht:

  • weiße Theaterschminke (meine habe ich direkt aus dem Bastelladen, angeblich soll es bei dm und Rossmann auch welche geben, gefunden habe ich keine)
  • mindestens 2 verschiedene Blautöne Theaterschminke
  • flüssigen schwarzen Eyeliner
  • ein Make-Up Schwämmchen

So wird’s gemacht:

  1. Bindet eure Haare ordentlich nach hinten. Achtet besonders auf kleine Strähnen, sonst kleben sie unangenehm im Gesicht. Dann heißt es erstmal kräftig eincremen, sonst wird das Abschminken zur Lebensaufgabe. Anschließend geht’s an die erste Schicht. Grundiert euer Gesicht gleichmäßig mit der weißen Theaterschminke. Dafür eignet sich ein Make-Up-Schwämmchen am besten. Mit dem Pinsel geht es zwar auch, aber wird nicht ansatzweise so gleichmäßig.
  2. Weiter geht es mit dem helleren Blauton. Schattiert sowohl die Stirn- als auch die Wangenpartie. Am Kinn malt ihr drei nebeneinander liegende Blütenblätter. Dann färbt ihr die Augenpartie großflächig.
  3. Mit dem dunkleren Blauton werden alle hellblauen Stellen  ausgemalt. Am Kinn und an der Stirn werden wie schon zuvor Blütenblätter platziert. Achtet darauf, dass das helle Blau noch dahinter hervorblitzt, um einen Farbverlauf zu erhalten.
  4. Nun kommt der schwarze Eyeliner zum Einsatz. Um die Augen herum wird das obligatorische Blumenmuster gemalt. Wangenpartie und Nase werden mit grafischen Linie das typische Totenkopf-Aussehen verliehen. Die Blütenblätter an Kinn und Stirn könnt ihr ebenfalls umranden.
  5. Wer Lust und Geduld hat, kann das Ganze noch mit Glitzer und kleinen Steinchen verzieren. Mir hat mein Endergebnis allerdings schon so gut gefallen.

Eine super Beschreibung findet ihr auch auf Grazia Online.

 

Ich habe mir außerdem noch passend zum Make-Up blaues Haarspray gekauft und meine Haare großzügig damit eingesprüht. Dadurch wirkt das Ganze für mich stimmiger als mit meiner normalen Haarfarbe. Gerade da ich vorhabe nur ein schlichtes schwarzes Outfit zu tragen, sind die Haare nochmal ein zusätzlicher Hingucker.

Für das Schminken solltet ihr grob 1,5 h einplanen. Mit Haaren und allem drum und dran dauert die Vorbereitung also etwas. Aber ihr hebt euch definitiv von all den Zombies, Hexen und Kürbissen ab. 😀

 

Hier sehr ihr das Endergebnis:

 

Ich wünsche euch schon mal: HAPPY HALLOWEEN!

 

Anna

 

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PERSONAL: Von ganzem Herzen

Manche Dinge mache ich murrend. Manche Aufträge erledige ich mit herabhängenden Mundwinkeln. Manche Aufgaben bereiten mir keine Freude und sind mehr Pflicht als alles andere. Und dann gibt es diese Dinge, die mir am Herzen liegen. Die Dinge, für die ich alles gebe. Dinge, die mein Herzblut verlangen und in die ich es bereitwillig investiere. Eines dieser Projekte war die „Cannes Rolle“.

Grob umrissen handelt es sich dabei um eine Filmvorführung. Beim International Festival of Creativity in Cannes werden jedes Jahr die besten Werbefilme der Welt ausgezeichnet. Als Normalo hat man kaum die Chance diese Meisterwerke wirklich einmal so gebündelt zu sehen – außer man besucht die „Cannes Rolle“. Die Organisation dieser Abendveranstaltung war bis vor Kurzem (wirklich sehr Kurzem) meine Aufgabe. Dabei ging es um Sponsoren, Absprachen mit Locations, Catering und das Abendprogramm – mal ganz grob gesagt. Ich war ein Neuling auf dem Gebiet. Ich war am Verzweifeln. Immer wieder Rückschläge. Ein Schritt vor, zwei zurück. Die Zeit drängte. Druck und Zweifel, meine ständigen Begleiter.

Ich muss gestehen, ich bin definitiv an meine Grenzen gestoßen. Immer und immer wieder. Und jetzt ist es tatsächlich geschafft. Am Freitag fand die Veranstaltung im Cinestar in Leipzig statt. Es gab keine größeren Pannen, nichts was den Abend zerstört hätte. Es lief reibungslos und angenehm. Die Erleichterung, die ich nun verspüre, lässt sich nicht in Worte fassen. Seit mehreren Wochen (was um ehrlich zu sein viel zu wenig ist) hing mein Herz an dieser Veranstaltung. Jetzt bin ich glücklich. Ich habe es geschafft. Mein Herzensprojekt.

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Kleid: Little Mistress via Peek und Cloppenburg / Schuhe: Tamaris

 

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Und nun spreche ich euch meinen Dank aus. Von ganzem Herzen.

Danke für die Unterstützung.

Danke für die Kreativität.

Danke für die tröstenden Umarmungen.

Danke für’s Zuhören.

Danke für das Glas Sekt vor der Willkommensrede.

Danke für die Party danach.

Danke für’s Nachfragen.

Danke für euer Lob.

 

Mit diesen dankenden Worten entlasse ich euch in den Sonntagabend.

 

So much love

 


Vielen Dank Christian für die wunderbaren Bilder. 🙂

 

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MEISSEN: So viel Süßheit in einer Stadt

Noch nie habe ich in einer deutschen Stadt so oft verzückte „Ist das süß“-Schreie ausgestoßen. Mein Daddy entschloss sich seinen Geburtstag dieses Jahr etwas anders zu feiern. Nicht die übliche Party, sondern ein Ausflug ganz in Familie. Das Ziel? Meißen!

Abgesehen vom Porzellan und den Weinbergen hatte ich, ehrlich gesagt, keine Ahnung, was uns erwartet. Ich will gar keine großen Reden schwingen, sondern an dieser Stelle die rund tausend Millionen Bilder sprechen lassen, die ich an dem Tag gemacht habe. Wer hätte gedacht, dass es so nah bei uns so schön sein kann.

 

 

Das kulinarische Highlight in Meißen sind die Meißner Fummeln. Wer jetzt nur „blah blah blah… Fummeln…“ gelesen hat, den muss ich wohl enttäuschen. Es geht nur um’s Essen. Eigentlich sind die mit Luft gefüllten Gebäcke super unspektakulär – geschmacklich unterscheiden sie sich kaum von einer Reiswaffel. Also viel heiße Luft, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber so ist das eben manchmal mit den Traditionen.

Wesentlich schmackhafter und reichhaltiger geht es in der Gaststätte „Vincenz Richter“ zu. Dort werden tatsächlich alle Gerichte aus frischen Zutaten hergestellt und das schmeckt man. Neben Braten und Co., findet man dort auch leichtere Gerichte und sogar vegane und vegetarische Speisen. Auch nicht selbstverständlich in eine Traditionsgaststätte. 

Nach dem Essen ging unser Trip weiter zum Schloss Wackerbarth. Wer hätte gedacht, dass es noch schöner werden kann. Das kleine Schloss kuschelt sich wohlig in die Weinberge. Hübsch zurechtgemachte Menschen sitzen bei Kuchen und Wein auf den Terrassen. Leichte Jazzmusik untermalt die Szenerie. Heiraten lässt es sich hier bestimmt auch gut. 😀

Ich muss dazu sagen: wir hatten unglaubliches Glück mit dem Wetter. Strahlender Sonnenschein und T-Shirt-Wetter –  Anfang Oktober!

Ein Ausflug nach Meißen lohnt sich definitiv. Manchmal muss es eben gar nicht London oder Paris sein. (Wobei ich dagegen jetzt auch nichts einzuwenden hätte. :D)

 

Habt ihr denn auch Orte in eurer Umgebung, die einen Besuch lohnen? Lasst mir doch gern einen Kommentar da. 🙂

 

Ich freu mich auf eure Tipps!

 

Anna

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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PERSONAL: Freunde, ich hab euch gern

Es ist Sonntag. Die neue Woche steht in den Startlöchern. To-Do-Listen werden geschrieben, Pläne erstellt. Während ich eingekuschelt auf dem Sofa lümmel und eine warme Tasse Wintertee genieße, bin ich in Gedanken schon wieder am planen. Wann hab ich Uni? Wann geh ich arbeiten? Und die wichtigste Frage von allen: wann habe ich Freizeit und wie nutze ich sie? Ja, ich plane viel. Spontanität kann ich mir manchmal einfach nicht leisten. Aber hey, da kommen auch wieder andere Zeiten.

 

 

Das Wochenende reserviere ich meist für meine Familie und auch, wenn ich recht oft zuhause bin, habe ich dennoch das Gefühl es wäre zu wenig. Die Woche über treffe ich gern meine Freunde: mal lauschen, was es so Neues gibt, was denn nun aus dem netten Typen von letzter Woche geworden ist oder wie der Wochenendtrip ins Wellnesshotel war.

Dann genieße ich. Ich liebe es einfach, sich gemütlich in eine Bar zu setzen und bei ein oder zwei Lillet die vergangene Woche auszuwerten. Und wenn ich etwas Dampf ablassen muss, über diesen oder jenen Professor und die Unzuverlässigkeit von anderen Leuten, dann nehmen sie Anteil oder regen sich mit mir auf – je nachdem, was ich gerade brauche. Danach fühle ich mich leichter, beschwingter und glücklicher. Ich glaube, Freunde ergänzen das eigene Selbst ganz gut. Sie zeigen mir manchmal Seiten an mir selbst, die ich nicht kannte. Sie geben mir Rückhalt, wenn ich mich verloren fühle. Und sie unterstützen mich, wenn ich an mir zweifel.

Manche meiner Freunde seh ich einmal in der Woche, manche einmal im Monat und wieder andere einmal im halben Jahr. Mit manchen kommuniziere ich täglich, andere rufe ich aller zwei Wochen einmal an. Das verrückte an der Sache? Weder Entfernung noch Zeit haben einen Einfluss auf die Beständigkeit der Freundschaft. Einmal Freunde, immer Freunde. Natürlich gibt es Leute, die für eine gewisse Zeit von der Bildfläche verschwinden, aber früher oder später tauchen sie doch wieder auf und dafür bin ich sehr dankbar.

 

Pullover: H&M / Jeanshemd: Mango / Poncho: TK Maxx / Leggings: Peek und Cloppenburg / Schuhe: H&M

Liebe Freunde, ich danke euch. Jeder von euch bereichert mein Leben auf seine ganz eigene Art. Ohne euch wären viele Dinge nicht so, wie sie heute sind. Entschuldigt die Anonymität, aber ich wollte den Post nicht mit einer Namensliste füllen. Aber bitte – fühlt euch angesprochen!

 

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Outfit. Juchu, es ist das erste Herbstoutfit! Applaus, Applaus! Bei den eisigen Temperaturen habe ich tatsächlich schon meine Winterjacke getragen. Dabei ist mir aufgefallen, dass diese minimal mehr wärmt als ein ordentlicher Lagenlook, wie ihr ihn hier zu sehen bekommt. Top, Hemd, Pullover und Poncho schaffen ein ordentliches Wärmepolster. Sollte es allerdings noch kälter werden – was höchstwahrscheinlich ist – steh ich eindeutig vor einem Klamottenproblem. Vielleicht nehm ich dann einfach das Federbett mit raus.

 

Ich hoffe ihr genießt euren Sonntag. Fühlt euch gedrückt!

 

Anna


Merci CKFOTODESIGN für deine Zeit und Mühe.

 

 

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TREND: Suède

Suuuueee…was? Der neueste Trend derzeit ist nicht etwa DIESER eine Schnitt oder DIESES besondere Accessoire – nein – es ist ein Material. In Fachkreisen nennt man es „Suède“. Der Rest von uns kennt es höchstwahrscheinlich unter dem Namen „Veloursleder“. Da echtes Leder für günstigere Trendteile zu kostspielig und schlichtweg zu wertvoll ist, handelt es sich in den meisten Fällen um ein synthetisches Pendant.

Der Suède-Trend zieht sich durch die komplette modische Bandbreite: sowohl Accessoires als auch Hosen, Kleider und Shirts kommen in angesagter Wildlederoptik daher. Die Farben reichen dabei vom klassischen Schwarz, über herbstliche Brauntöne, bis hin zum verführerischen Bordeaux. Ihr seht, es ist für jeden etwas dabei.

 

Suede 1 Kopie

 

1 – Stradivarius

2 – River Island via Asos

3 – Asos

4 – Mango

5 – Stradivarius

1 – Mango

2 – Mango

3 – Mango

4 – Mango

5 – Stradivarius

Ja, dieser Post wirkt ein wenig wie Schleichtwerbung für Mango. 😀 Aber ehrlich gesagt, kann ich mich zwischen den ganzen tollen Teilen gar nicht entscheiden. Mal sehen, was so in meinem Kleiderschrank landet.

Fühlt euch gedrückt!

Anna


Beitragsbild via Pinterest: 123

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OUTFIT: The perfect Jeansdress

Ich liege noch verschlafen im Bett und wälze mich in meinen Laken hin und her. So richtig wach fühle ich mich nicht. Dann kitzelt es auf meiner Nase und ich schaffe es meine Äuglein wenige Millimeter zu öffnen. Die Sonne strahlt mir ins Gesicht. Ich recke mein Kinn, um aus dem Fenster zu schauen. Tatsächlich – blauer Himmel und Sonnenschein. In mir erwachen Freude und Tatendrang.

Graue, verregnete Tage schlagen mir auf’s Gemüt. Ich werde unleidlich (manche Leute kennen dieses Wort tatsächlich nicht. Sind sie verrückt oder bin ich es? ^^). Plötzlich erscheint mir das Glas nicht mehr halb voll, sondern halb leer. Der „Sprich-mich-bloß-nicht-an“-Blick legt sich auf mein Gesicht. Aber genauso schnell lasse ich mich von schönem Wetter mitreißen. Ein Sonnenstrahl zwischen dunklen Wolken und im Nu huscht ein Lächeln über mein Gesicht.

Leider kann ich die Sonne nicht zu jeder Gelegenheit herbeizaubern, aber vielleicht schmunzelt ihr ein wenig bei den Bildern, die Ende des Sommers geschossen wurden. Ich wurde in Barcelona tatsächlich fündig und habe mir mein perfektes Jeanskleid gekauft. Allerdings ist es etwas kurz. Um einen Schlüppi-Blitzer zu vermeiden, habe ich dann doch lieber eine Hotpants druntergezogen. Witzigerweise hat dieses JeansKLEID die gleiche Länge wie eines meiner JeansHEMDEN. Aber da es jetzt ohnehin Herbst ist, werde ich mich wohl dazu herablassen darunter Leggings und Co. zu tragen.

 

Jeanskleid: Stradivarius (ähnlich hier)

Ich wünsche euch einen wunderbaren Sonntag.

Viele Grüße aus dem kuscheligen Bettchen,

Anna


Merci CKFOTODESIGN.COM

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BERLIN: Ich gebe dir eine Chance

Berlin, ich gebe zu, du hast mich bisher überfordert. Ja, regelrecht überrumpelt. Du erscheinst mir so unglaublich riesig. Unzählige Menschen auf einem Fleck. Ständiges Gedränge und dennoch fühlt man sich verloren, ist auf sich allein gestellt. Du bist vielseitig, angesagt, modisch und alternativ. Ich fühlte mich immer ein bisschen zu normal für Berlin.

Und dann kam dieses eine Wochenende. Ich war, sagen wir mal „geschäftlich“, in der Landeshauptstadt. Meine Erwartungen gingen gegen Null. Und ganz plötzlich traf mich Amors Pfeil. Meine Augen wurden immer größer: das soll Berlin sein? Das unpersönliche, riesige Berlin? Ich fühlte mich mit einem Mal überhaupt nicht mehr fehl am Platz, sondern regelrecht zuhause. Charlottenburg brach das Eis zwischen der Großstadt und mir.

Als ich mich dann in das große Bett kuschelte und an die stuckbesetzte Decke unseres Zimmers starrte, war es um mich geschehen. Die Pension traf punktgenau meinen Geschmack. Von Außen ein graues Mäuschen, Innen dafür wie ein Palast. Wir flannierten regelrecht durch die langen Gänge. Ein Altbau, der an Charme kaum zu überbieten ist, riesige Zimmer und meterhohe Decken.

Der Schritt vor die Tür war nicht weniger bezaubernd. Bars, Boutiquen, Restaurants und Geschäfte für jede nur erdenkliche Ware säumten die Straßen. An jeder Ecke gab es etwas zu sehen und was ich noch weniger glauben konnte – die Berliner sind unglaublich freundlich. Hinfort gewischt sind die Vorstellungen einer grauen Masse von gesichtslosen Menschen. Ein verwirrter Blick auf die noch verwirrendere Landkarte und sofort wurde uns Hilfe angeboten. Besonders der alte Herr mit Hut und Zigarre, der uns freundlich den Weg wies, änderte meine doch recht voreingenommen Sicht auf die Berliner.

Jetzt bin ich sicher. Hier muss ich zu 100 Prozent nochmal hin! Beeeerlin, wir sehen uns wieder. 😛

Berlin 1

 

Habt ihr auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass sich in nur einem Moment die Sicht auf eine Stadt komplett ändert?

Solltet ihr einmal in Berlin verweilen und eine Unterkunft suchen, kann ich euch die Pension Peters wärmstens empfehlen. Ich werde definitiv wiederkommen.

 

Berlinerische Grüße,

 

Anna

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PERSONAL: „Das passt zu allem“

Von Zeit zu Zeit machen sich meine Gedanken selbstständig. Ein einzelner unwichtiger Satz bleibt mir im Gedächtnis hängen. Er setzt sich in meinem Kopf fest und schlägt dort Wurzeln. Dann spinne ich diesen Gedanken, entstanden aus einem Wortfetzen, weiter und weiter, beziehe ihn auf verschiedene Situationen meines Lebens und mit einem Mal offenbart sich mir eine neue Sichtweise – ein Blickwinkel, den ich zuvor ungeachtet ließ.

So eine Situation hatte ich letztens auf Arbeit: zwei Damen im mittleren Alter probieren stapelweise Pullover an und geben sich gegenseitig Tipps und Ratschläge über Passform und Kombinationsmöglichkeiten. Plötzlich höre ich einen Aufschrei: „Das passt doch zu allem!“. Die Dame im grauen Pullover schaut vielsagend ihre Freundin an. Diese nickt anerkennend. Die beiden verlassen mit einem triumphierenden Lächeln im Gesicht und dem Pullover in der Hand den Laden. Ich kann es nicht erklären, aber das Gespräch der Damen blieb mir im Gedächtnis.

 

Ist es erstrebenswert dieses Teil zu haben, was zu allem passt? Dieses Teil, das sich perfekt in der Alltagsuniform macht, dass es nahezu untergeht? Dieses Teil, das sich nahtlos in den Kleiderschrank einfügt, ohne hervorzustechen? Schön zwar, aber weit entfernt davon etwas besonderes zu sein.

Meine Gedanken sind längst nicht mehr bei dem Pullover. Ich denke über mich selbst nach.

Ich passe mich recht gut den verschiedensten Gegebenheiten an. Ich komme ganz gut mit fremden Leuten klar und stehe den Dingen eher positiv gegenüber. (Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel.) Trotzdem bin ich nicht mit allem kombinierbar. Gegen manche Kompositionen sträubt sich mein Inneres regelrecht. Als schlichtes Basic-Teil bin ich nicht zu gebrauchen.

Finde ich das schlimm? Nein – um ehrlich zu sein, nicht. Manchmal bin ich tatsächlich schockiert, wie gut sich offenbar andere kombinieren lassen. Der dritte Freund in einem Jahr oder nach einem Monat Trennung die nächste große Liebe. Wahnsinn, wie leicht es manchen Leuten fällt, das passende Gegenstück zu finden. Ich bin dann eher so der „Verrückter-Schnitt-“ oder „Ausgefallene-Farbe-Typ“ (um es mit modischen Metaphern zu sagen)  – oft passt es eben einfach nicht.

Und so springen meine Gedanken von grauen Pullovern, über Beziehungen, hin zum Sinn des Lebens. Am Ende denk ich mir nur: „Ich passe nicht zu allem und das ist gut so.“.

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Bikini-Top: H&M / Shorts: Pull and Bear / Tattoos: Posh Tattoo

Ich möchte mit meinen Gedanken niemanden verurteilen. Jeder findet sein ganz persönliches Glück auf einem anderen Weg, der Außenstehenden meist unverständlich ist. Vielleicht schüttelt ihr jetzt auch mit dem Kopf und denkt euch „Sie soll sich mal nicht so haben.“. Aber ich bin eben so. Ich passe nicht zu allem. Zumindest nicht im tieferen Sinne.

Ich wünsche euch einen gedankenvollen Sonntag. Fühlt euch gedrückt.

Anna


Merci CKFOTODESIGN.COM.

Es sind die schönsten Bilder seit Langem. 🙂

 

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TREND: Culottes

Im Sommer schlichen sie sich bereits in die Läden. Jetzt kehren sie mit dickeren Stoffen und in gedeckteren Farben zurück: die Culottes. Wie bei jedem ausgefallenen Schnitt sind die Blicke zu Beginn oft kritisch. „Was zieht man denn dazu an?“ oder „Warum hast du noch deine Schlafanzughose an?“ sind nur einige Kommentare, mit denen man wohl rechnen muss. Man glaubt es kaum, aber nach und nach wandern sie doch in die Kleiderschränke der Bevölkerung. Als hätte der Trend die Zeit gebraucht um zu voller Blüte heranzureifen.

Die Culotte ist jedoch kein abgefahrenes neues Hirngespinst aus dem Geist eines Modedesigners – nein, es gibt sie tatsächlich schon seit dem 17. Jahrhundert. Damals wurde die Kniebundhose (,dies wäre dann wohl der weniger stylishe deutsche Begriff,) allerdings nur von Männer getragen. Wieder was gelernt! 😀

Der größte Vorteil der Culotte ist, dass sie einfach super bequem ist. Beinfreiheit sei Dank! Außerdem passt sie perfekt zu jedem Style: mit Sneakers wirkt sie lässig, mit High Heels elegant und mit einem Oversize-Pulli ein bisschen wie Haute Couture. Der Nachteil? Sie ist selten figurbetont und anzügliche Blicke kann man dadurch wohl vergessen. Aber hey, es gibt schlimmeres oder? Meine bezaubernde Freundin Resi formulierte das Problem mit den Culottes so: „Das ist einfach wieder so ein Trend für Giraffen-Menschen, die mit den langen Beinen.“ Doch zum Glück hat sich die Modeindustrie nicht lumpen lassen und unzählige Formen und Farben hervorgebracht. Ich habe mich mal durch die Online-Shops geklickt und meine schönsten Fundstücke herausgepickt. Seht selbst:

 

1 – Vero Moda via Zalando

2 – Asos Petite

3 – Monki

4 – mint&berry via Zalando

5 – mint&berry via Zalando

6 – River Island via Asos

Und was sagt ihr? Haben die Hosenröcke Potential oder gruselt ihr euch schon? 😀

Gemütliche Grüße,

Anna


Beitragsbild via Pinterest: 123

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